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Paul Dosch

Kommunalwahl 2020

Althegnenbergs Bürgermeister will aufhören

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Seit fast 30 Jahren ist Paul Dosch auf der kommunalen Bühne, seit 2014 als Bürgermeister von Althegnenberg. Der 70-Jährige würde das Amt im Jahr 2020 gerne an einen Nachfolger übergeben. Doch noch sieht es nicht so aus, als würde sich einer finden.

Althegnenberg –  Dosch selbst sagt: „Ich möchte gerne aufhören.“ Er wird derzeit oft angesprochen von Bürgern, dass er doch weitermachen soll. „Es macht ja auch Spaß, aber ich sage trotzdem immer nein.“ Dosch: „Ich bin gerade 70 geworden, ich meine, da müsste man nicht mehr antreten.“

Derzeit sei er auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Jemanden zu überreden, das bringe nichts. „Mit Gewalt geht da gar nix, das muss ja schließlich auch passen.“ Zu früh solle man nicht anfangen mit der Suche, sonst war am Ende alles umsonst, wenn der Kandidat es sich noch anders überlegt. Dosch will die Suche nun erst einmal in seiner Wählergruppe Bürgerinitiative (WG BI) forcieren.

Auch die anderen im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen haben sich mit dem Thema Bürgermeisterkandidat noch nicht intensiv auseinandergesetzt. Bei der CSU wird man die Neuwahlen im Ortsverband abwarten, wie die CSU-Vorsitzende Regina Schlegtendal berichtet. „Es wird ein Thema sein, ganz klar, aber es ist alles noch komplett offen.“ Auch die SPD-Verantwortlichen haben sich noch nicht abgesprochen. „Es wäre natürlich wünschenswert, wenn wir einen Kandidaten stellen“, sagt Marianne Dunkel – die Frau des früheren SPD-Bürgermeisters Reiner Dunkel sitzt im Gemeinderat.

Bei der Dorfgemeinschaft Hörbach hat sich die Frage auch noch nicht gestellt, wie Dunkels Ratskollege Peter Neubauer berichtet: „Es wäre gut möglich, aber mir ist noch nix bekannt.“

Der Rückzug ins Privatleben falle ihm leicht, sagt Dosch. Er war neulich auf einem Seminar zum Thema Ahnenforschung. „Das habe ich schon lange vor und das greife ich sofort an, wenn ich Zeit dafür habe“, sagt er. Auch für die Familie wäre dann wieder mehr Zeit, vor allem für Reisen mit der Gattin und für die fünf Enkelkinder.

In seiner bisherigen Amtszeit gibt es kein Ereignis, das seiner Meinung nach besonders herausragt, es sind eher viele Kleinigkeiten, die geschafft worden sind. „Wir haben zusammen etliches angestoßen wie die Nahversorgung, die Kinderhäuser, den Parkplatz Nord und auch ein bisserl Erfolg bei der Bahn gehabt“, sagt er. In Geduld müsse man sich halt noch üben, was die Bebauung der Ortsmitte betrifft. Da das Gebiet direkt neben der Kirche liegt, gestaltet sich das Projekt schwierig – Stichwort Denkmalschutz. Auch beim Stundentakt für Althegnenberg wolle man weiter dran bleiben. Beim neuen Baugebiet müsse man in Sachen Lärmschutz aufpassen.

Paul Dosch hat schon jetzt einen Rat für seinen Nachfolger: „Viel reden mit der Bevölkerung – da erfährt man viel. Und in Harmonie mit den Leuten bleiben.“

Ein Überblick im Vorgriff auf die Kommunalwahl 2020 findet sich hier.

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