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Aus Turnraum wird Sitzungssaal

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Der Sitzungssaal in Althegnenberg.
Der Sitzungssaal in Althegnenberg. © gog

Der Sitzungssaal im Rathaus von Althegenberg muss erweitert werden – das steht schon seit Langem fest. Nun hat sich der Gemeinderat einstimmig entschlossen, wie der Raum vergrößert wird.

Althegnenberg – Schon vor der Kommunalwahl 2020 war klar geworden, dass der bisherige Saal in Zukunft nicht mehr ausreichen wird. Denn Althegnenberg knackte die 2000-Einwohner-Marke. Dadurch stieg die Anzahl der Gemeinderatsmitglieder von zwölf auf 14 an. Doch getagt hat man im Sitzungssaal ohnehin nicht mehr seit Mai 2020. Aufgrund der Corona-Pandemie wich der Gemeinderat mal in die Turnhalle aus, war dann im Mehrzweckraum zu Hause und in letzter Zeit im Pfarrheim.

Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab: Denn direkt neben dem Sitzungssaal befindet sich der sogenannte Bewegungsraum, den die im Rathaus untergebrachte Kindergartengruppe zum Turnen benutzt. Dieser ist allerdings für einen eingruppigen Kindergarten gar nicht vorgeschrieben und auch nicht im Überlassungsvertrag enthalten. Das habe man nach Rücksprache mit der katholischen Kirchenverwaltung festgestellt, berichtete Bürgermeister Rainer Spicker (BI) jetzt im Gemeinderat.

Auch die Kindergarten-Aufsicht im Landratsamt habe bestätigt, dass der Kindergarten, der im Obergeschoss des Gebäudes zu Hause ist, über ausreichend Platz verfügt. Auf den Bewegungsraum könne also verzichtet werden. „Wir würden den Raum auch gerne für den Kindergarten behalten, aber der Sitzungssaal ist einfach zu klein“, erklärte der Rathauschef.

Zwischen den beiden Räumen gibt es eine dünne Trennwand, die entfernt werden muss. Danach wäre der Sitzungssaal an die 70 Quadratmeter groß und würde ausreichend Platz für den Gemeinderat und die Zuhörer bieten. Der Umbau würde 40 000 Euro kosten, im Haushalt sind für die Maßnahme bereits für heuer 50 000 Euro eingestellt worden. Ob der Startschuss noch in diesem Jahr fällt, ist allerdings fraglich.

Mit dem Umbau könne man den Zugang zum Rathaus auch endlich barrierefrei machen. Für die Rampe und entsprechende Türen werden vermutlich noch weitere 20 000 Euro fällig. Bereits eingeplant ist der Umbau der Toiletten neben dem Bewegungsraum zu einem barrierefreien WC. „Das sollten wir unbedingt gleich mitmachen, denn wenn schon, dann g’scheit“, meinte Norbert Scholz (CSU).

Eine Doppelnutzung mit einer mobilen Trennwand, wie sie Marianne Dunkel (SPD) angefragt hatte, würde weitere 10 000 Euro kosten. „Das bringt auch nichts, dann muss man immer umbauen, und ein Bewegungsraum will auch anders gestaltet werden als ein Sitzungssaal“, meinte Spicker.

Das Gremium votierte einstimmig für den Umbau und auch für den barrierefreien Zugang. Dieser soll nicht erst wie ursprünglich vorgesehen zu einem späteren Zeitpunkt verwirklicht werden, sondern zeitgleich mit der Umbaumaßnahme.

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