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In der Ortsmitte: die Pfarrkirche von Althegnenberg und davor die Wiese, die einmal bebaut werden könnte.

Altes Bergmüller-Anwesen

Bedenken gegen die Ortsmitte-Pläne in Althegnenberg

  • VonStephanie Hartl
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Fast vier Jahre ist es her, dass das einstige Bergmüller-Anwesen und spätere Jung-Wirtshaus abgerissen wurde. Doch es dauert noch, bis endgültig entschieden wird, wie die Bebauung dort aussehen soll.

Althegnenberg – Der Gemeinderat hat nun auf eine Anregung der Kreisbaumeisterin Karin Volk zur Bebauung Ortsmitte reagiert.

Die Nachfolgerin von Reinlinde Leitz hatte „erhebliche Bedenken gegen die Höhe des geplanten Gebäudes neben der Kirche“ angemeldet, wie Markus Hörmann, Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf, von den jüngsten Gesprächen berichten konnte. Volk regt an, dass das neue Gebäude unter der Traufhöhe der Kirche bleiben sollte. Sonst würde es zu sehr in Konkurrenz mit der denkmalgeschützten Pfarrkirche treten. Laut derzeitigem Entwurf wäre das neue Gebäude einen Meter darüber, der First ist jedoch niedriger. Die Folge der Anregung wäre, dass das Gebäude, im Plan als Baukörper 1 bezeichnet, das zweite Obergeschoss verlöre.

Beim geplanten Baukörper 2 an der Schmiedgasse hatte Volk angemerkt, dass es ortsplanerisch besser wäre, wenn es gedreht würde und statt traufständig dann giebelständig an der Straße platziert wäre. Sprich der Giebel des Hauses wäre dann zur Straße hin ausgerichtet. Damit würde die Gasse erhalten bleiben.

Doch dabei ergeben sich Probleme mit den Abstandsflächen zur Straße und zum nächsten Gebäude. Diese würden sich überlappen.

Hier erwähnte Hörmann, dass die Gemeinde dies sehr wohl so festsetzen könnte, falls gewünscht. Klaus Westner (WG/BI) gab zu bedenken: „Wenn wir das mit den Abstandsflächen einmal machen, ist Tür und Tor geöffnet und jeder kann sagen: Warum bei mir nicht auch so?“. Auch Dritter Bürgermeister Ludwig Schmid (CSU) meinte: „Keiner will ein Haus, das an einer stark begangenen Straße steht, so haben, dass jeder direkt in die Fenster reinschauen kann.“ Der erste Entwurf, bei dem das Gebäude zwar etwas kleiner, aber traufständig zur Straße angeordnet war, hatte den meisten Gemeinderatsmitgliedern ohnehin besser gefallen.

„Bei einer Planung neben einer Kirche tut man sich schwer, wenn man nicht das Kreisbauamt hinter sich hat“, betonte Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI). Bei Baukörper 1 an der Hochdorfer Straße war sich das Gremium einig, dass dessen Traufhöhe nicht höher sein darf als die der Kirche. Baukörper 2 soll indes nicht traufständig zur Schmiedgasse errichtet werden. Das Votum fiel einstimmig aus. 

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