Polizei im Einsatz
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Polizei im Einsatz

Mering/Althegnenberg

Bus und Bahn stoßen zusammen: Feuerwehr muss im Nachbarlandkreis helfen

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Die Feuerwehr Althegnenberg ist am Montag in den Nachbarlandkreis nach Mering gerufen worden, weil ein Zug und ein Linienbus kollidiert waren. Der Sachschaden ist enorm.

Nach derzeitigem Stand der polizeilichen Ermittlungen fuhr am Montag gegen 5.50 Uhr ein 40-Jähriger mit einem Linienbus auf der Münchner Straße in Richtung Merching. Im Bus befanden sich keine Fahrgäste. Nach Angaben einer Zeugin fuhr der Busfahrer trotz rotem Blinklicht in den beschrankten Bahnübergang ein. Als sich der Bus im Bereich der Bahnlinie befand, schlossen sich die Schranken. Dadurch wurde der Bus im Heckbereich beschädigt. Der Bus ragte noch mit dem hinteren Drittel in den Gleiskörper. Der Busfahrer stieg aus, um den Schaden zu begutachten.

In diesem Moment kam laut Polizei ein Zug aus Richtung Merching, um die Fahrbahn in diesem Bereich zu kreuzen. Der Busfahrer versuchte nach seinen Angaben durch Winken auf die Situation aufmerksam zu machen. Die 32-jährige Lokführerin konnte aufgrund des Bahnlinienverlaufes die Situation erst spät erkennen und konnte dadurch einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden.

Ob eine Notbremsung eingeleitet wurde, wird erst nach Auswertung der Blackbox geklärt werden können, so die Polizei. Im Zug befanden sich neben der Lokführerin 20 Fahrgäste. Es wurde niemand verletzt. Die Bahngesellschaft organisierte die Weiterfahrt der Fahrgäste. Die Unfallstelle musste für die Dauer von rund. drei Stunden für den Bahn- und Fahrzeugverkehr abgesperrt werden. Es waren die Feuerwehren von Mering, Merching, Kissing, Althegnenberg eingesetzt. Seitens der Feuerwehr war die Kreisbrandinspektion vor Ort. Insgesamt waren 117 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst an der Einsatzörtlichkeit. Der Zug musste nicht geborgen werden und konnte die Fahrt bis zum Bahnhof Mering fortsetzen. Der Bus musste abgeschleppt werden. Es entstand insgesamt ein Sachschaden in Höhe von rund 180.000 Euro.

Anders als in der Erstmeldung dargestellt, wurde niemand verletzt.

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