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Kunst im öffentlichen Raum: Kumpels „schenkten“ Alexander Rasch diese Installation zum 30. Geburtstag.

Gratulation zum Geburtstag

Gaudi-Kunst im öffentlichen Raum: Das ist Hörbachs erster Zebrastreifen

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Das schönste Dorf Oberbayerns war Hörbach schon einmal, jetzt gibt es dort sogar etwas, was normalerweise nur in Städten oder größeren Gemeinden mit viel Verkehr üblich ist: einen Zebrastreifen.

Hörbach Wer von Althegnenberg kommend Richtung Wirtschaft rollt, findet die professionell aufgebrachten weißen Striche auf der Fahrbahn. Sie führen witzigerweise von einem Mäuerchen zum Gehweg auf der anderen Straßenseite. Ein Zebrastreifen in Hörbach, das nicht gerade für hindurchrauschende Autokolonnen bekannt ist? Das kann eigentlich nur ein Scherz sein, zumal daneben auch noch eine Figur steht.

Tatsächlich: Die Spurensuche führt alsbald zu Alexander Rasch, der im Althegnenberger Gemeinderat sitzt. Er bestätigt: Die Streifen haben Freunde zu seinem 30. Geburtstag aufgemalt. Das Foto auf der Figur ist schon etwas älter, stammt aus dem Fasching und einer Zeit, als er auf Krücken gehen musste, wie er dem Tagblatt schmunzelnd erklärt. Die Kumpels wollten ihm angesichts seines fortschreitendenden Alters wohl einfach helfen, trotzdem noch über die Straße zu kommen – oder kurz, wie es einer gegenüber dem Tagblatt formulierte: „Mit 30ge bist einfach a so a oida Sack, dass’d sogar in Hörbach a Querungshilfe brauchst.“

Die Sache wurde sogar polizeirelevant, weil der Zebrastreifen formal betrachtet als Eingriff in den Straßenverkehr gewertet werden kann.

Die Beamten notierten allerdings, dass es sich nur um einen Scherz handeln könne, da der Weg an einem Mäuerchen ende, dass kein Sachschaden entstanden sei und dass die Gemeinde kein Interesse an einer Verfolgung habe.

Im Übrigen, so steht’s im Bericht der Polizisten, sei damit zu rechnen, dass die – Zitat – „Übeltäter“ die Streifen sicher wieder entfernen werden – und so wird es auch sein, bestätigte Rasch. 

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