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Andreas Obermaier ist der neue Obermeister der Schreiner-Innung. Der 52-Jährige hat seinen Betrieb in Hörbach von seinem Vater Alois übernommen. Bei ihm hat er seine große Leidenschaft für die Arbeit mit Holz entdeckt.

Neuer Obermeister der Innung

Schreiner-Tradition in die Zukunft führen

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Schon als kleiner Bub bastelte er im Betrieb seiner Eltern. Kein Wunder, dass Andreas Obermaier selbst Schreiner wurde. Nun ist der 52-Jährige auch Obermeister der Innung.

Hörbach – Schreiner-Obermeister Harald Volkwein, der erst im Frühjahr wieder gewählt worden war, verabschiedet sich zum Jahresende in den Ruhestand. Seinen Nachfolger, Andreas Obermaier aus dem Althegnenberger Ortsteil Hörbach, hat er mit Bedacht ausgesucht. Ihm schenkten die Mitglieder der Schreiner-Innung einstimmig das Vertrauen.

„Neugierig war ich natürlich schon“, sagte der 52-jährige Schreinermeister, als ihm Volkwein die Nachfolge anbot. „Und interessiert war ich auch.“ Zunächst erbat er sich aber ein wenig Bedenkzeit aus, denn mit dem Gedanken musste er sich erst einmal vertraut machen. Doch dann sagte er zu.

Obermaier hat schon Ziele

Obermaier gehört seit 2016 dem Vorstand der Schreiner-Innung an. Und er pflegt seit Jahren gute Kontakte zum Fachverband Schreinerhandwerk Bayern. Außerdem bringt er die nötige Zeit mit. Denn bei allem Anreiz, die so ein Ehrenamt mit sich bringt, sollte der eigene Betrieb nicht zu kurz kommen.

Und Obermaier will nicht einfach nebenbei den Posten besetzen. „Wenn ich den Job übernehme, dann habe ich auch Ziele“, sagt der Hörbacher. „Sonst macht das keinen Sinn.“ So schwebt dem neuen Obermeister vor allem eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit der 44 Mitgliedsbetriebe vor.

Die Dorfschreinerei gibt es bereits seit 1938

Andreas Obermaier führt den Familienbetrieb in der dritten Generation, zusammen mit seiner Lebensgefährtin und Geschäftsführerin Susanne Seichter. Er hat im elterlichen Betrieb gelernt, seine Gesellenprüfung 1986 als Lehrgangsbester abgelegt, und wurde mit dem Anton-Hoch-Gedächtnispreis ausgezeichnet.

Obermaiers Großvater Alois, eigentlich ein Berufs-Imker, hatte 1938 in Hörbach beim Pfarrhof eine kleine Dorfschreinerei gegründet. Anfang der 1960er-Jahre übernahm Obermaiers Vater Alois den Betrieb, der Mitte der 60er-Jahre an den jetzigen Standort in Hörbach umzog.

Der Ausstellungsraum dient auch als Eventlocation

„Ich wurde sozusagen in den Betrieb hineingeboren“, erzählt Andreas Obermaier. So stand auch nie zur Debatte, dass er eines Tages nicht in die Fußstapfen von Vater und Großvater treten würde. „Ich bin nie gedrängt worden“, betont der neue Obermeister, der noch einen Bruder hat. Er habe im elterlichen Betrieb schon als kleiner Bub gebastelt.

Er half bereits als Bub schon kräftig mit: Vor 40 Jahren legte der kleine Andreas bei der Fensterherstellung selbst Hand an.

Nachdem der Vater die Firma auf die Produktion von Fenster und Türen umstellte, gründete die Familie 2006 parallel zur Werkstatt mit dem Parkettstadl ein weiteres Unternehmen. Hier werden nicht nur Parkettböden ausgestellt. Der Ausstellungsraum entpuppt sich zugleich als eine charmante Eventlocation, die in ihrer Art wohl einmalig im Landkreis sein dürfte. Von Bistro- über Kinoabende bis hin zu Kunstausstellungen und sogar für private Feiern wird der Raum mit seinem einzigartigen Ambiente genutzt.

Spezielle Kundenwünsche statt Ware von der Stange

Als Andreas Obermaier 2012 den Betrieb vom Vater übernahm, modernisierte und spezialisierte er die Maschinen für die Fenster- und Türenproduktion. So ist die Werkstatt heute in der Lage, ganz speziell auf individuelle Wünsche einzugehen. „Wir stellen keine Stangenware her.“ Dass das Unternehmen ökologisch arbeite, verstehe sich fast von selbst. Sogar die Holzspäne werden zu Briketts gepresst und verheizt.

Das Handwerk sucht schon seit Jahren händeringend nach Auszubildenden

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