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Hier herrscht Halteverbot: Wei l Rettungskräfte im Notfall ungehindert durchkommen müssen, dürfen die Anwohner ihre Autos nicht auf der Jahnstraße abstellen. Das passt einigen gar nicht.

In Althegnenberg

Jahnstraße: Parken bleibt verboten

Das Halteverbot in der Althegnenberger Jahnstraße bleibt bestehen – so lange es dort einen Gehweg gibt. Die von Anwohnern geforderte Tempo-30-Zone lässt dagegen auf sich warten. Die Gemeinde will die Ergebnisse einer Tempomessung abwarten.

Althegnenberg – In Sachen Jahnstraße wird heuer keine Entscheidung mehr fallen. Die Geschwindigkeitsmessung ist noch nicht abgeschlossen und ausgewertet. „Wir haben noch keine Ergebnisse“, erklärte Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI) im Gemeinderat. Diese sollten als Grundlage für weitere Diskussionen zum Thema Jahnstraße im Gremium dienen – auch, ob aus der Straße eine Zone 30 werden soll.

Wie berichtet, hatte sich in der Gemeinderatssitzung im November eine Anwohnerin beschwert, da auf Anordnung der Polizei Halteverbotsschilder angebracht worden waren. Bisher waren in der Jahnstraße immer wieder Autos auf der Straße geparkt worden, zum Teil auf dem Gehweg, zum Teil daneben. Beides ist verboten. Denn dadurch war die ohnehin schon schmale Straße für größere Fahrzeuge, die zu den Firmen am Ende fahren wollten, nicht mehr zu befahren. Aber

auch für Rettungswagen oder Feuerwehrautos gäbe es kein Durchkommen.

In der Vergangenheit waren immer wieder Anzeigen bei der Polizei eingegangen, wenn Autos an der Straße standen. Nun sind mehrere Schilder angebracht worden, die explizit auf das Verbot hinweisen, mit dem Zusatz Feuerwehrzufahrt. „Niemand von uns will die Nachbarn schädigen oder schikanieren“, betont der Geschäftsführer einer der ansässigen Firmen. „Aber beim Thema Sicherheit hört der Spaß auf.“

Eine der Firmen ist eine Schreinerei. Sollte dort ein Feuer ausbrechen, muss die Feuerwehr ohne Probleme durchkommen. „Verzögert sich die Anfahrt, stehen Menschenleben und Existenzen auf dem Spiel“, betont der Geschäftsführer in einem Schreiben ans Tagblatt. Schließlich würden auch nicht nur die Firmeninhaber, sondern auch die Anwohner sichergestellt wissen wollen, dass Rettungskräfte sofort und ungehindert an den Einsatzort gelangen können. Die Betriebe habe es schon immer gegeben und dass ein LKW dort fahren muss, sei auch nicht neu.

In der November-Sitzung hatte die Anwohnerin gefordert, wieder vor dem Haus parken zu dürfen. Das ist jedoch nur möglich, wenn der Gehweg entfernt wird. Bürgermeister Dosch hatte damals noch betont: „Solange der noch besteht, herrscht dort absolutes Halteverbot.“ (gog)

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