In Althegnenberg

Kinderhaus-Erweiterung schlägt zu Buche

 Der Haushalt für dieses Jahr ist unter Dach und Fach – und das nach nicht einmal einer Stunde Diskussion im Gemeinderat. Geplante Vorhaben können finanziert werden, Kredite sind nicht vorgesehen, und bis Ende 2020 wird die Gemeinde voraussichtlich schuldenfrei sein.

Althegnenberg – Mehrere große Projekte sind heuer in Althegnenberg zu meistern. Deswegen fällt der Vermögenshaushalt auch wesentlich höher aus als im Vorjahr. Vor allem die geplante Erweiterung des Kinderhauses macht knapp 40 Prozent der Gesamtsumme von insgesamt 2,8 Millionen aus. Knapp eine Million Euro wird die Gemeinde noch in diesem Jahr alleine für diese Maßnahme investieren, weitere 700 000 Euro sind für 2018 geplant. Von den zu erwartenden Zuschüssen sind 235 000 Euro schon für dieses Jahr bewilligt worden. „Wir haben 99 Anmeldungen für den Kindergarten vorliegen, und die Krippe ist mit 24 Kindern total voll“, betonte Bürgermeister Paul Dosch (Bürgerinitiative) erneut die Dringlichkeit dieses Vorhabens.

Die Park-&-Ride-Anlage am Bahnhof schlägt mit 157 000 Euro zu Buche, für die Ortsdurchfahrt Hörbach sind Planungskosten von 100 000 Euro eingestellt, für ein neues Feuerwehrhaus 25 000 Euro (ebenfalls an Planungskosten). Der Verwaltungshaushalt fällt mit seinem Volumen von 3,1 Millionen Euro nur etwas üppiger aus als im Jahr zuvor. Für den Straßenunterhalt sind 40 000 Euro aufgelistet, für das Kanalnetz 225 000 Euro.

Erfreuliches konnten Rathauschef Dosch und Kämmerer Richard Furtmeier (Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf) von der Wasserversorgung berichten. Seitdem die Gemeinde über eine elektronische Wasseruhr verfügt, ist der Wasserverbrauch gesunken. „Wir schauen immer regelmäßig drauf und sind so auf einen Rohrbruch gestoßen“, so Dosch. Denn mit diesem Zähler lässt sich aufschlüsseln, wann wie viel Wasser verbraucht wird. So ist der Rohrbruch früh entdeckt worden. Von der Adelburg-Gruppe ist für heuer ein Wasser-Zukauf von knapp 30 000 Euro weniger nötig.

Den dicksten Brocken bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt stellen naturgemäß die Umlagen dar. Althegnenberg muss 819 000 Euro an Kreisumlage zahlen. Weitere 271 000 Euro werden an die Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf als Umlage fällig.

Die Mindestzuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt wird erreicht. Aber die Rücklagen werden nach der Entnahme von 1,6 Millionen Euro fast aufgebraucht. In den kommenden drei Jahren sollen diese aber wieder aufgestockt werden.

Laut Bericht der Kämmerei ist die Leistungsfähigkeit der Gemeinde Althegnenberg gegeben. Die Haushaltslage ist solide. (gog)

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