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Petition an den Landtag

Letzte Chance für Zughalte im Stundentakt

Der Betrieb des Fugger-Expresses wird neu ausgeschrieben. Deshalb erneuern Althegnenberg, Hattenhofen und Mammendorf ihre Forderung nach einem durchgehenden Stundentakt beim Halt der Züge.

Mammendorf/Haspelmoor/Althegnenberg Derzeit werden die Regionalzüge zwischen München und Augsburg von der Deutschen Bahn betrieben. Deren Vertrag mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) läuft zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 aus. Deshalb muss der Betrieb neu ausgeschrieben werden. Für den Verkehrsausschuss der nordwestlichen Landkreisgemeinden bedeutet das für lange Zeit die letzte Chance, Zughalte im Stundentakt an den Bahnhöfen Althegnenberg, Hattenhofen und Mammendorf zu realisieren.

In einer Petition an den Landtag hatte der Ausschuss deshalb bereits im März gefordert, dass der Stundentakt in den Ausschreibungstext aufgenommen wird. „Wird nämlich der neue Verkehrsvertrag ohne weitere Verbesserungen für Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf abgeschlossen, so ist dieser Zug im wahrsten Sinne des Wortes bis 2033 abgefahren“, sagt Alfred Beheim, Geschäftsführer des Verkehrsausschusses. Das hätte fatale Folgen für die weitere Entwicklung in dieser Region.

Die Zeit drängt also. Doch laut Beheim gestaltet sich die Behandlung der Petition zäh. Der Bayerische Landtag habe zwar mitgeteilt, dass die Eingabe inzwischen beratungsreif sei. Wegen der Sommerpause könne sich der zuständige Wirtschaftsausschuss aber frühestens im Herbst damit befassen.

Dass dies dann auch geschieht, ist für den Verkehrsausschuss aber von entscheidender Bedeutung. Denn schließlich müsse die Ausschreibung wegen des benötigten zeitlichen Vorlaufs bereits Ende 2017 veröffentlicht werden. „Damit aber könnte es zeitlich eng werden“, befürchtet der Geschäftsführer des Verkehrsausschusses.

A und O eines geordneten Ablaufs sei deshalb, dass die Staatsregierung die Ausschreibung so lange zurückstellt, bis der Wirtschaftsausschuss die Petition behandelt hat. „Andernfalls würde man damit Fakten schaffen, die nachträglich nur noch schwer zu korrigieren wären“, sagt Beheim.

Auch die Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, Althegnenbergs Bürgermeister Paul Dosch und sein Hattenhofener Amtskollege Franz Robeller, appellieren an den Freistaat, das Gebot der Fairness einzuhalten. „Gleichzeitig erwarten wir, dass unsere Argumente zu guter Letzt zum Tragen kommen.“ Denn allein die möglichst rasche Umsetzung des Stundentakts garantiere eine weitere gesunde Entwicklung in den drei nordwestlichen Landkreisgemeinden. (ad)

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