Ausländischer Spion bei Merkels Regierungssprecher enttarnt 

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Anton Brandstetter ist neu im Amt.
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Anton Brandstetter ist neu im Amt.

Nachfolger von Pfarrer Michael Würth

Neuer Pfarrer für 4200 Katholiken

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Mittelstetten und Althegnenberg haben mit Anton Brandstetter einen neuen Pfarrer – auch wenn er in keinem der beiden Orte wohnt. Der 55-Jährige leitet die nun erweiterte Pfarreiengemeinschaft mit Sitz in Baindlkirch (Kreis Aichach-Friedberg). Er ist damit für 4200 Katholiken zuständig.

Mittelstetten/Althegnenberg In Anton Brandstetters Leben geht es zurzeit Schlag auf Schlag. Gestern ist er in das frisch renovierte Pfarrhaus in Baindlkirch eingezogen. Am heutigen Dienstag beginnt sein Dienst als neuer Pfarrer. Auf die erste Messe folgt mittags der erste Schulunterricht. Am Samstag traut er das erste Hochzeitspaar in seiner neuen Pfarreiengemeinschaft Baindlkirch/Mittelstetten/Ried. Am Sonntag wird er im Rahmen eines Festgottesdienstes offiziell ins Amt eingeführt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und habe schon viel Wohlwollen wahrgenommen“, sagt der Nachfolger des im vergangenen Jahr verstorbenen Mittelstettener Pfarrers Michael Würth.

Brandstetter kam als Spätberufener zur Seelsorge. Er absolvierte nach der Realschule eine Ausbildung zum Bankkaufmann und arbeitete eine Zeit lang in dem Beruf. „Spätere Eheleute verlieben sich meistens auch nicht auf den ersten Blick, sondern wachsen in die Liebe hinein“, sagt er. So ging es ihm mit der Liebe zum Glauben.

Anton Brandstetter war Pfarrer in Weßling

Mit 24 begann er ein Theologiestudium, mit 29 wurde er zum Priester geweiht. Nach seiner Zeit als Kaplan in Kempten und Wertingen übernahm er die Pfarrstelle in Weßling (Landkreis Starnberg). Den Wechsel nach Baindlkirch hat Brandstetter sich gut überlegt. Er hätte nicht weggehen müssen von seiner alten Stelle – und nach 22 Jahren war das auch kein einfacher Schritt. Aber er fand, es sei Zeit für etwas Neues. „Jetzt oder nie – ich bin 55. Mit 60 brauche ich nicht mehr wechseln.“

15 Jahre liegen noch vor ihm bis zum Pensionsalter, das für katholische Geistliche bei 70 Jahren liegt. „Das ist ein guter Zeitraum, um etwas zu bewegen.“ Sein neues Einsatzgebiet ist groß, denn die Pfarreiengemeinschaft wurde zu seinem Amtsantritt erweitert. Nun gehören auch Althegnenberg und Hörbach dazu.

Seine Eltern leben noch in seinem Heimatort Schrobenhausen

Insgesamt ist Brandstetter für 4200 Katholiken in fünf Pfarreien zuständig. Das schreckt ihn nicht, Ähnliches hat er auch in Weßling bewältigt. „Außerdem liegt mir dieser Landstrich, der teilweise zu Schwaben und teilweise zu Oberbayern gehört.“ Auch dass er nun etwas näher an seinem Heimatort Schrobenhausen ist, wo seine betagten Eltern leben, ist ein Pluspunkt.

Alle Orte und Kirchen in seinem neuen Wirkungskreis zu besuchen, das hat Brandstetter noch nicht geschafft. Aber es gab schon viele Sitzungen mit dem Pastoralrat, in den jeder der fünf Pfarrgemeinderäte Vertreter entsendet. Gemeinsam wurde bereits die Gottesdienstordnung bis Ende Januar aufgestellt. Demnach soll es von Montag bis Samstag täglich eine Messe an wechselnden Orten geben, „nach einer festen Struktur, sodass die Leute sich darauf einstellen können“, wie Brandstetter betont. Am Sonntag sollen insgesamt fünf Gottesdienste stattfinden, einer davon am Vorabend.

Anton Brandstetter ist nicht auf sich allein gestellt

Dieses Pensum muss der Pfarrer nicht allein stemmen. Er teilt sich die Feiern mit seinem Kollegen Lucian Alexander Lungu, wobei er darauf achten wird, selbst reihum in jeder seiner Kirchen präsent sein. Trotzdem ist ihm bewusst, dass er vielleicht nicht alle Erwartungen erfüllen kann. „Einer alleine kann nicht leisten, was vorher zwei in Vollzeit gemacht haben.“

Althegnenberg und Hörbach wurden in den vergangenen 17 Jahren von Pfarrer Franz Kratzel betreut. Der 83-Jährige setzt sich nun in seiner Ordensgemeinschaft am Bodensee zur Ruhe.

Brandstetter – der in seiner Freizeit gerne liest, schwimmt und dahin reist, wo’s warm ist – hat unterdessen bereits die erste Baindlkircher Tradition gekostet – im wahrsten Sinne des Wortes. Er war mit seinen Mitarbeiterinnen beim donnerstäglichen Weißwurstessen, das weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist. Zu Recht, wie der Pfarrer festgestellt hat. „Sehr gut war’s.“

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