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Nach der Kommunalwahl bekommt Althegnenberg einen hauptamtlichen Bürgermeister.

Entscheidung im Gemeinderat

Althegnenberg hat künftig einen hauptamtlichen Bürgermeister

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In Althegnenberg gibt es ab Mai 2020  - also nach der nächsten Kommunalwahl - einen hauptamtlichen Bürgermeister. Das soll die Arbeitsabläufe erleichtern.

Althegnenberg– Der Gemeinderat hat sich am Donnerstagabend mit 9:4 Stimmen für einen berufsmäßigen Bürgermeister entschieden. Für noch eine Neuerung wurde die nötige Satzungsänderung beschlossen. Nach den Kommunalwahlen hat der Gemeinderat wegen der gestiegenen Einwohnerzahl statt zwölf 14 Mitglieder.

Knapp über 2000 Einwohner leben derzeit am Ort, Tendenz steigend. Und wenn eine Gemeinde wächst, hat der Bürgermeister mehr zu tun. Daher sei ein hauptamtlicher Rathauschef sinnvoll, heißt es von Seiten der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf, die für acht Gemeinden, darunter Althegnenberg, zuständig ist.

Termine sind leichter zu koordinieren

Der amtierende Bürgermeister Paul Dosch (Bürgerinitiative/BI) hatte in der Gemeinderatssitzung mit den Verpflichtungen gegenüber Landratsamt und VG argumentiert: „In vielen Angelegenheiten ist die Anwesenheit des Bürgermeisters notwendig.“ Zudem könnten Termine mit ausführenden Firmen, etwa bei Bauvorhaben, nach Ansicht von Dosch wesentlich flexibler vereinbart werden, wenn es einen hauptamtlichen Bürgermeister gäbe. „Das vereinfacht Absprachen und spart Zeit“, sagte er.

Das sieht VG-Verwaltungsleiter Bernhard Frank ähnlich. Allein der Zeitaufwand für eine Terminvereinbarung sei erheblich: „Bei ehrenamtlichen Bürgermeister muss ich auf vielen Kommunikationswegen unterwegs sein, um sie zu erreichen.“ Frank befürwortet den Hauptamtlichen – dadurch ändere sich nichts an Struktur und Zahl der Mitarbeiter in VG und Gemeinde. Das heißt, die hauptsächliche Bearbeitung von Althegnenberger Angelegenheiten findet auch weiterhin in der VG in Mammendorf statt – nur dass künftig ein berufsmäßiger Bürgermeister in Althegnenberg sitzt.

Kostensteigerung

Im Gemeinderat wurde aber auch Kritik laut. Maria-Anna Dunkel (SPD) monierte die Kostensteigerung um etwa das Doppelte. Der Mehraufwand beträgt laut VG rund 15 200 Euro. Der Althegnenberger Bürgermeister wird ab Mai 2020 - also nach der nächsten Kommunalwahl - als Beamter auf Zeit in die Besoldungsklasse A 14 fallen, die bei einem Grundgehalt von etwa 4500 Euro beginnt. Norbert Scholz (CSU) merkte zum Thema Mehrarbeit an, man könnte auch die beiden Stellvertreter mehr einbinden.

Der mit angesprochene 2. Bürgermeister Rainer Spicker (BI) betonte, man solle die Diskussion nicht an Personen festmachen. Spicker möchte als Bürgermeisterkandidat antreten. Er sagte, er würde als nebenamtlicher Bürgermeister durch Entschädigung für das Ehrenamt und Verdienst im Beruf sogar mehr verdienen. Aber er trete auch für den hauptamtlichen Posten an.

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