wegen gehweg

Parkverbot: Anwohner gehen auf Barrikaden

Weil sie nicht mehr vor ihren Häusern parken dürfen, gehen Anwohner in der Althegnenberger Jahnstraße auf die Barrikaden.

AlthegnenbergGrund für die Aufregung ist ein sogenannter niveaugleicher Gehweg, auf dem keine Fahrzeuge stehen dürfen. Auf der Straße ist das Parken ebenfalls nicht möglich – die Fahrbahn würde dadurch zu schmal.

Das Halteverbot bestand immer schon, nun sind auf Anordnung der Polizei entsprechende Haltverbotsschilder angebracht worden. Das bringt einen Teil der Bürger gehörig auf die Palme. „Ich möchte vor meinem Haus parken dürfen“, beschwerte sich jetzt eine Anwohnerin in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Sie fühle sich eingeschränkt in ihrem Lebensraum. „Ich will keinen Streit mit der Gemeinde, aber dafür werde ich kämpfen.“ Entweder müsse man dort einen vernünftigen Gehweg errichten oder diesen ganz entfernen.

Die Polizei hatte immer wieder Anzeigen vorliegen, dass in der Jahnstraße Autos an der Straße geparkt wurden und niemand mehr durchfahren konnte – auch kein Rettungswagen und kein Feuerwehrauto. Deshalb wurden nun entsprechende Schilder angebracht. „Es dürfen nicht nur die Interessen von einem gewahrt werden“, sagte die Bürgerin. Denn offenbar kamen die Anzeigen immer von demselben Anwohner.

Tempo 30 im Gespräch

Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI) verwies auf die Geschwindigkeitsmessung, die demnächst erfolgen soll. Dann könne sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema befassen. Denn derzeit beschäftigt sich das Gremium auch damit, ob in der Jahnstraße eine 30er-Zone entstehen soll. Auch hierbei will man erst die Auswertung der Messung abwarten, bevor eine Entscheidung fällt. Mehrere Anwohner hatten in der Gemeinde darum gebeten, berichtete Dosch.

In Sachen Gehweg gibt es auch eine Möglichkeit: „Nämlich den Rückbau“, sagte der Rathauschef auf Tagblatt-Anfrage. Doch dass sich das Gremium hierbei nicht einfach tun wird, zeigt ein Rückblick. Im Juli war darüber schon debattiert worden. Der Gehweg werde von Fußgängern durchaus benutzt, hieß es damals. Außerdem sollten die Leute ihre Garagen zum Parken benutzen. Und wer baut, solle für einen Stellplatz sorgen, waren einige Argumente gegen den Rückbau. „Solange der Gehweg besteht, ist dort absolutes Halteverbot“, erläuterte Dosch. (gog) 

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