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Solarmodule auf einem Feld.

Bei Althegnenberg

Pilotprojekt: Solar-Park mit Ackerbau zwischen den Modulen

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Eine Freiflächensolar-Anlage der besonderen Art könnte demnächst in Althegnenberg entstehen. Das Vorhaben nennt sich Agrar-Photovoltaik. 

Althegnenberg – Der Gemeinderat hat jetzt die ersten Weichen gestellt und dem Bebauungsplan sowie der Änderung des Flächennutzungsplanes im Parallelverfahren zugestimmt.

Biologischer Ackerbau zwischen den Solarmodulen

Das Ganze ist ein Pilotprojekt, denn anders als bei herkömmlichen Solarparks soll zwischen den Solar-Modulen weiterhin biologischer Ackerbau betrieben werden. Auf einer Fläche von fünf Hektar, außerhalb des Ortes, südlich der Bahnlinie gelegen, soll diese Anlage entstehen. Das Votum des Gremiums fiel einstimmig aus, nun muss die Verwaltung das Paket schnüren, damit die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Bürgerbeteiligung starten kann.

Die Solar-Module sind schwenkbar

Die geplanten Solar-Module sind schwenkbar – bei Bedarf, sprich, wenn dort gearbeitet werden muss, werden sie senkrecht gestellt. Auch nachts ist das so geplant. Ein Abstand von 13 Metern soll dem Landwirt die Feldarbeit weiter erleichtern. Auf dem Gelände werden zudem ein Technikgebäude und eine Trafostation errichtet, Zufahrten und Wartungsflächen gebaut. Dieses Projekt wurde von der Fachoberschule Friedberg entwickelt, betrieben wird es privat, wie Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI) auf Tagblatt-Anfrage erläuterte.

Ausgleichsflächen für den Solarpark

Für ein solches Vorhaben müssen auch Ausgleichsflächen geschaffen werden. An zwei Ecken des Grundstücks, das zum Solar-Park werden soll, wird im nördlichen eine extensive Mähwiese entstehen, im Süden ist ein Areal für Zauneidechsen geplant. Der Rest der Ausgleichsfläche wird durch eine Streuobstwiese in Hörbach erfüllt.

Ein Feldweg, der den Namen Lüssgereuth trägt, aber schon seit Jahren nicht mehr genutzt wird, wird in die Fläche miteinbezogen, da er durch das Areal führt. „Dieser Weg existiert nicht mehr, der wurde einmal umgeackert und dann war er weg“, so Rathauschef Dosch. Dieses einstige Wegerl muss man nun einziehen, wie es fachlich heißt. Das bedeutet, dass er seine Verkehrstüchtigkeit verliert. Danach wird zwischen dem künftigen Betreiber der Photovoltaik-Anlage und der Gemeinde über den Verkauf verhandelt. Man sollte dann vielleicht auch über einen Flächentausch nachdenken, gab Dritter Bürgermeister Ludwig Schmid (CSU) zu bedenken. Der Gemeinderat nahm die Vorentwürfe zur Kenntnis. Und er stimmte diesen zu.

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