Der Sitzungssaal in Althegnenberg.
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Der Sitzungssaal in Althegnenberg.

Althegnenberg

Schützenheim-Erweiterung wie geplant – falls Geld da ist

  • vonStephanie Hartl
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Während eines Ausbaus des Schützenheims im Althegnenberger Sportzentrum wird der Biergarten nicht im vollen Umfang zur Verfügung stehen.

Althegnenberg – Eine aus diesem Grund beauftragte Alternativlösung fiel im Gemeinderat wegen zu hoher Kosten durch. Inwieweit die Kommune die Maßnahme überhaupt bezuschussen kann, steht wegen Corona aber ohnehin noch in den Sternen.

Gut 176 000 Euro würde die unterirdische Erweiterung nach Westen kosten. Das Problem dabei: Der Biergarten der Gastronomie liegt direkt auf der Erweiterungsfläche. Im Gemeinderat hatte man sich einerseits eine etwas günstigere Lösung gewünscht. Andererseits sollte der Eingriff in den Bereich des Haupteingangs und eben den Biergarten reduziert werden.

Doch eine Erweiterung Richtung Süden kommt sogar teurer, wie Planer Helmut Hilscher junior in der jüngsten Gemeinderatssitzung ausführte. Grund ist, dass der Anbau wegen des Geländeverlaufs rund eineinhalb Meter tiefer als der Bestand errichtet werden müsste. Das macht besondere Stützmaßnahmen erforderlich, um ein Absenken des Bestandes zu verhindern. Zudem müssten der bestehende Gastank umgebaut und drei zusätzliche Brandschutztüren gesetzt werden, was die Gesamtkosten auf fast 192 000 Euro in die Höhe treibt.

Bürgermeister Rainer Spicker (BI) hätte sich lieber die südliche Erweiterung gewünscht, musste angesichts der höheren Kosten dann aber auch passen. Der Gemeinderat beschloss deshalb, an der Ursprungsvariante festzuhalten.

Auf dieser Basis will der Schützenverein noch heuer seinen Bauantrag einreichen. Die Zeit drängt, denn nur dann kann noch ein 55-prozentiger Zuschuss vom Bayerischen Sportschützenbund abgerufen werden.

Der Gemeinderat hielt an seinem bisherigen Beschluss fest, die Hälfte der Baukosten zu übernehmen – sofern der Haushalt dies zulässt. Dass das der Fall sein wird, bezweifelt Vize-Bürgermeister Ludwig Schmid (CSU): „Ich glaube nicht, dass wir uns das in Corona-Zeiten noch leisten können.“

Auch Spicker sieht die Situation kritisch. Laut Prognosen werde man 2021 noch meistern können. „Aber ab 2022 wird’s zappenduster.“ Inwieweit der Ausbau dann noch möglich ist, muss sich zeigen.

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