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„Das ist eben unser Hobby“: Klaus und Christiane Beck am Steg beim Füttern der Fische.

Ehepaar erfüllt sich Traum

Teichgarten statt Gartenteich

Einen kleinen Teich haben viele Hausbesitzer in ihrem Garten. Bei Familie Beck in Althegnenberg sieht das etwas anders aus: Der Teich – Reich für viele Fische und zugleich große Badewanne – ist der Garten. Ein Besuch.

Hunger: Einer der Kois schnappt sich das Leckerli.

Althegnenberg – Es gab eine Zeit, da sah es im Garten von Christiane und Klaus Beck aus, als hätte ein Meteorit eingeschlagen. Betritt man heute den Garten, scheint das unvorstellbar. Inzwischen sind einige Jahre vergangen und aus dem Garten ist ein kleines Paradies geworden – am Ortsrand von Althegnenberg. Heuer konnte erstmalig beim Tag der offenen Gartentür auch eine grüne Oase in dieser Gemeinde an der Grenze zu Schwaben besichtigt werden. Das Ehepaar Beck öffnete seinen Garten für interessierte Besucher.

Von April bis Oktober muss am Wochenende im Paradies gearbeitet werden

Herzstück ihres kleinen Paradieses ist der Teich – 19 Meter lang und 2,10 Meter tief. Der Clou: darin leben zwar Fische, aber man kann auch darin schwimmen. Von Anfang an war den beiden klar, dass sie irgendwann einmal einen Teich haben wollen. Hier in Althegnenberg fanden sie, wonach sie gesucht hatten: ein Haus mit Garten – groß genug für ihr Projekt. Als im und am Haus alle Umbauarbeiten erledigt waren, stand der Garten an. Drei Wochen lang schufteten sie, um ihren Traum vom Teich zu verwirklichen. Bagger auf dem Grundstück, Erde ausheben und abtransportieren, Teich anlegen, anpflanzen. Dann jedoch musste einige Zeit vergehen, bis die Fische eingesetzt werden durften. „Das Wasser muss sich erst stabilisieren“, erklärt Klaus Beck. 25 Fische – Kois, Goldorfen und Blauorfen – fanden dort ihr Zuhause.

Idylle pur: Blick auf den kleinen Wasserfall.

Am Anfang haben sie sich versteckt. „Immer wenn wir Besuch hatten, konnte keiner die Fische entdecken, obwohl man bis auf den Grund des Teichs sehen konnte“, erinnert sich Christiane Beck. Mittlerweile sind die Fische aber richtig zutraulich, schnappen sich sogar das Leckerli – eine Seidenspinnerraupe – aus der Hand und lassen sich kurz streicheln. Aus den kleinen Fischen sind in den Jahren richtig große Brocken geworden, die sich sichtlich wohlfühlen. Und vermehrt haben sie sich auch.

Klaus Beck kann eigentlich keinen echten Lieblingsplatz im Garten ausmachen. Er ist am liebsten am Teich und darum herum. Gespeist wird das Gewässer übrigens von einem Wasserfall. Umrahmt wird der Teich von allerlei Pflanzen wie Schilf, Sträuchern, Miscanthusgras, Teichrosen. Zitronenbäumchen, Lavendelbüsche und Oleander, dazwischen eine Blumenwiese runden das ganze Ensemble ab, ohne jedoch künstlich oder gewollt zu wirken. Gemütlichkeit ist oberstes Gebot.

Am Teich fühlen sich Wildbienen, Fledermäuse, Libellen, Frösche und Kröten wohl

„Mein Lieblingsplatz ist die Veranda“, sagt Christiane Beck. „Aber an einem Sommerabend auf dem Steg sitzen, die Füße ins Wasser baumeln lassen und dann die Schwalben beobachten, wenn sie über dem Wasser ihre Runden drehen, eintauchen und wieder wegfliegen – das ist einfach herrlich.“

Idylle pur also. Doch die kommt nicht von alleine. Von April bis Oktober ist für das Ehepaar am Wochenende Gartenarbeit angesagt, oft auch unter der Woche nach Feierabend. „Das ist eben unser Hobby, das muss man auch mögen“, sagt Christiane Beck. „Aber ich zupfe nicht jeden Abend irgendwo rum, wir wollen es ja schließlich naturnah haben“, sagt sie lachend. Und Wildbienen, Fledermäuse, Libellen, Frösche und Kröten fühlen sich hier auch wohl. „In einem Sommer hatten wir 100 Kröten hier im Garten, die mussten wir zum Teil umsiedeln an den Weiher am Wald“, berichtet das Ehepaar.

Am Tag der offenen Gartentür kamen knapp 200 Interessierte, die sich den Beck´schen Garten ansehen wollten. „Das war richtig schön“, so das Fazit der beiden. Der Garten ist übrigens im Jahr zuvor ausgezeichnet worden vom Kreisverband der Gartenbauvereine. Das Motto lautete „Der grüne und blühende Landkreis“ und das Ehepaar zählte zu den 17 Preisträgern mit ihrem Hausgarten.

von Stephanie Hartl

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