Waren unter den ersten Spendern in der Althegnenberger Turnhalle: Benedikt Wex (Bild oben, l.) und Bürgermeister Rainer Spicker. Sie werden von Michaela Selzer vom BRK betreut. 
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Waren unter den ersten Spendern in der Althegnenberger Turnhalle: Benedikt Wex (, l.) und Bürgermeister Rainer Spicker. Sie werden von Michaela Selzer vom BRK betreut. 

BRK-Aktion

Über 100 Leute kommen: Erste Blutspende-Aktion in Althegnenberg

  • VonStephanie Hartl
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Premiere in Althegnenberg: Zum ersten Mal rief das Bayerische Rote Kreuz (BRK) zum Blutspenden auf – „ein voller Erfolg“, wie Gemeinderatsmitglied Benedikt Wex stolz verkündete. Er hatte das Ganze vor einigen Wochen auf den Weg gebracht. Zwei weitere Termine werden folgen.

Althegnenberg – Am Tag der Aktion ist viel los in der Turnhalle. Warteschlangen gibt es aber eigentlich keine. Aufgrund der Corona-Pandemie musste sich jeder, der spenden wollte, vorher online registrieren und bekam einen Termin zugeteilt. Aber man kann natürlich auch spontan kommen und nachfragen, ob nicht zufällig doch noch ein Termin frei ist. Vor Beginn der Aktion hatte es aber nur noch wenige Termine gegeben. Die meisten Spender kommen auch mit Termin. Am Ende des Tages sollten es 131 sein, darunter 39 Erstspender.

Durch die Tür neben der Waldgaststätte betreten die Spendenwilligen die Örtlichkeit. Dort wartet schon ein BRK-Mitarbeiter mit der Namensliste und Desinfektionsmittel für die Hände. Danach geht es Richtung Turnhalle und zur Registrierung. Anschließend wird der Fragebogen ausgefüllt, an der nächsten Station folgt der Fingerpieks zur Bestimmung des Eisenwertes im Blut. Ist der zu niedrig, muss der Spendenwillige wieder gehen. Danach folgt das Arztgespräch mit Fieber- und Blutdruckmessung. Wer dann aufgerufen wird, bekommt eine Liege zugewiesen, und dann kann es losgehen.

Nie zuviel

„Erstaunlicherweise ist die Bereitschaft zum Blutspenden in der Pandemie gestiegen“, so Anja Mimh vom BRK-Kreisverband. Manche Orte, die früher eher wenig Spendenwillige hatten, haben, haben ihre Blutkonserven sogar verdoppelt. „Aber es gibt nie zu viel Blut“, betont Mimh. Knapp 2000 Konserven werden täglich alleine in Bayern benötigt.

Dass man inzwischen vorher online einen Termin ausmacht, hat sich bewährt, sagt auch Mimhs BRK-Kollegin Michaela Selzer. „Das klappt gut, und es entstehen kaum Wartezeiten.“ Sie freut sich, dass vor allem aus Althegnenberg so viele Spender kommen.

Kleine Erfrischung

Bürgermeister Rainer Spicker und Gemeinderatsmitglied Benedikt Wex sind unter den ersten. Beide sind keine Erstspender. Nachdem die Prozedur vorbei ist, sind beide noch kurz im sogenannten Überbau der Turnhalle zur Beobachtung. Dort gibt es Erfrischungen und Dankes-Packerl für die Spender. Sonst finden hier die Gemeinderatssitzungen statt.

Doch der neue Blutspende-Termin in Althegnenberg hat nicht nur Einheimische angezogen. Theresa Ungerer ist aus Gröbenzell hergefahren. „Ich habe gerade Urlaub und der Termin hat gepasst. Ich war längere Zeit nicht mehr spenden, finde aber, dass es jetzt umso wichtiger ist.“ Mit der Online-Registrierung habe es super geklappt. „Es ist total gut organisiert“, lobt sie. Nach knapp 25 Minuten sei sie fertig gewesen.

Aus Tegernbach ist Gerhard Engelmann gekommen Er hat schon über 30 Mal Blut gespendet. „Ich bin sonst in Mammendorf, aber das hat diesmal nicht geklappt“, meint er. „Hier war es hervorragend organisiert.“

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