Paul Dosch will den Wasserpreis in den kommenden Jahren senken.

Bürgerversammlung

Wasserpreis und nasser Friedhof beschäftigen Althegnenberger

Es war das Thema Wasser, das bei der Bürgerversammlung gleich zweimal hohe Wellen schlug. Kritisiert wurde zum einen die Erhöhung des Wasserpreises. Außerdem würden die Urnen auf dem Hörbacher Friedhof im Wasser schwimmen, beschwerte sich eine Frau aus Hörbach.

Althegnenberg– Es war das Thema Wasser, das bei der Bürgerversammlung gleich zweimal hohe Wellen schlug. Kritisiert wurde zum einen die Erhöhung des Wasserpreises. Außerdem würden die Urnen auf dem Hörbacher Friedhof im Wasser schwimmen, beschwerte sich eine Frau aus Hörbach.

Zahlreiche Bürger waren am Freitagabend in die Mehrzweckhalle gekommen. Nur wenige der rund 180 Plätze blieben frei. Der Wasser- und Kanalpreis sei zwischen den Jahren 2015 und 2017 deutlich gestiegen, monierte Alfred Burggraf bei der Versammlung. Die Gemeinde würde das Wasser für 90 Cent kaufen und für 1,90 Euro verkaufen. Der Aufpreis ergibt sich laut Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI) daraus, dass Althegnenberg das Wasserrohrnetz selbst erhalten muss, im Gegensatz zu Mittelstetten etwa. Gegenüber Burggraf bestätige der Rathauschef jedoch, dass der Preis in drei bis vier Jahren wieder gesenkt werde. Wenn die Kosten für die Kanalsanierung bezahlt sind, dann werden die Sätze angepasst, so Dosch.

Pferdehaufen auf dem Trimm-dich-Pfad

Zu viel Wasser auf dem Hörbacher Friedhof beklagte Irmgard Rauschmair. „Das ist wirklich kein schöner Anblick“, sagte sie. Der Totenacker in Althegnenberg sei viel ansehnlicher. Das Problem werde man angehen, entgegnete Dosch. Im Rahmen des geplanten Ausbaus der Beleuchtung im nördlichen Teil des Friedhofs werde man dem Wasser zu Leibe rücken, versprach er.

Eine schriftlich eingereichte Beschwerde betraf den Trimm-dich-Pfad. Dieser sei zu einem Pferde-Spazierpfad verkommen, beschwerte sich Renate Überall. Sie kritisierte die vielen Pferdehaufen auf dem Weg. Weil man um diese nur noch im Zick-Zack herumjoggen könne, beantragte sie, den Wald für Pferde zu sperren. Einmal habe sie einen Reiter auf das Problem angesprochen. Dieser habe sich allerdings geweigert, den Haufen zu entfernen. Der Hörbacher Michael Kiener, Chef des Pferdestalls, sagte, alle Pferdehalter seien dazu angehalten, die Hinterlassenschaften der Tiere sofort nach dem Ausritt zu entfernen. Dazu habe er sogar eigens ein Fahrrad und auch einen Kübel bereitgestellt. Er appellierte an die Bürger, mit ihm zu sprechen, wenn sie einen Pferdehaufen entdecken. So könne man eine einvernehmliche Lösung finden. „Ich denke, Pferde gehören ins Ortsbild.“

Toni Drexler istEhrenbürger

Darüber, dass in Althegnenberg in jüngster Zeit viele Grundstücke ausgeschrieben würden, wunderte sich Alfred Burggraf. Er wollte wissen, ob es stimmt, dass man Flächen relativ günstig erwerben und sie nach kurzer Zeit wieder teuer verkaufen könne. Das verneinte der Bürgermeister. Keiner, der in jüngster Zeit eine Fläche erworben habe, hätte sie weiterverkauft. Fakt sei aber auch, dass sich die Grundstückspreise in den vergangenen Jahren sprunghaft entwickelt haben. „Wir wollen zwar nicht so groß wie Mammendorf werden, aber wir wollen unsere Infrastruktur erhalten“, sagte Dosch. Und dazu sei ein gezieltes Wachstum notwendig.

Als Ehrenbürger wurde in der Versammlung Kreisheimatpfleger Toni Drexler ausgezeichnet. Vorgeschlagen hatte das Altbürgermeister Helmut Hilscher. „Ich habe schon viele Ehrungen erhalten“, sagte Drexler, „aber diese Ehrung freut mich ganz besonders, weil‘s von meiner Heimatgemeinde ist.“ Mit Gerhard Auer, Josef Lampl und Markus Lampl wurden zudem drei ehemalige Feuerwehrkommandanten mit einem Ehrenteller oder einer Silbernen oder Goldenen Ehrennadel gewürdigt.  dm

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