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Mehr Züge sollen in Mammendorf, Haspelmoor und Althegnenberg halten.

Debatte um Vorgehen der CSU

Kampf um Stundentakt auf allen Ebenen

Nach mehr als 20 Jahren scheint es nun endlich soweit zu sein: Beim durchgehenden Stundentakt im Regionalverkehr für den Nordwesten des Landkreises steht man offenbar kurz vor dem Durchbruch. Nun liegt alles Weitere bei der Deutschen Bahn.

Landkreis/Althegnenberg– Landtags-Vize Reinhold Bocklet, der selbst jahrelang auf Verbesserungen gedrängt hatte, machte die frohe Kunde Anfang Februar öffentlich: Der Wirtschaftsausschuss des Landtags hat sich hinter die Petition des Verkehrsausschusses der Gemeinden im nordwestlichen Brucker Landkreis gestellt und von der Staatsregierung die Berücksichtigung der Forderungen der beteiligten Gemeinden eingefordert. Danach soll die Staatsregierung dafür sorgen, dass im Rahmen der Neuausschreibung der „Augsburger Netze“ für die Bahnhalte Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf ergänzend zum bestehenden Angebot der durchgehende Stundentakt an allen Wochentagen bis einschließlich Mitternacht eingeführt wird.

Haspelmoor und Althegnenberg würden erheblich profitieren, denn hier verkehrt nicht mehr die S-Bahn, sondern nur Züge. Die halten zwar zu den Hauptverkehrszeiten im Stundentakt, danach müssen Bahnreisende aber mindestens zwei Stunden warten, um Richtung München oder Augsburg zu kommen. Nach dem viergleisigen Ausbau der Strecke Augsburg – Olching war zwar ein spürbares Plus an Zughalten zu verzeichnen, aber das reicht längst nicht mehr aus.

Auch die Althegnenberger CSU nutzte ihre Kontakte zur Staatsregierung. Vertreter hatten einen Termin bei Staatssekretär Gerhard Eck bekommen, das Problem geschildert und Zuspruch erhalten. Ein Stein kam ins Rollen – doch gerade das sorgte jetzt für großen Unmut im Althegnenberger Gemeinderat. Klaus Westner (WG/BI) wollte mittels Antrag geklärt haben, warum dies alles ohne Kenntnis von Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI) und des Gemeinderates vonstattenging. Der CSU-Alleingang wurde zum Zankapfel.

Zur Klärung war auch CSU-Ortschefin Regina Schlegtendal im Gremium und hatte Rederecht bekommen. Man habe als Ortsverband die Kontakte zur CSU nutzen wollen, um die Petition voranzutreiben, erklärte sie. Im September habe man eine Abstimmung im Wirtschaftsausschuss zur Petition, die negativ ausgefallen wäre, noch verhindern können. Schlegtendal: „Sonst wäre das Thema erledigt gewesen.“ Nun also das positive Signal aus dem Ausschuss.

Ende Februar sei dann beim zweiten Termin beim Staatssekretär Rathauschef Dosch mit dabei gewesen. Jetzt sehe es nicht schlecht aus für den Stundentakt.

Dennoch hätte der Bürgermeister von Anfang an informiert werden müssen, beharrte Westner. Auch Rainer Spicker (WG/BI) sagte dazu in Richtung CSU: „Bitte spielt nicht mit verdeckten Karten, sondern macht es gemeinschaftlicher. Wir wollen hier alle den Stundentakt.“ Er ergänzte jedoch: „Hochachtung an die CSU, es ist viel passiert.“

Dosch selbst sagte: „Wir müssen das mit Volldampf weiter vorantreiben – koordiniert mit dem Verkehrsausschuss“. Die Bahn hat den 25. Mai als Abgabefrist für die Neu-Ausschreibung der Augsburger Netze festgesetzt.

von Stephanie Hartl

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