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Die Feuerwehrler in Althegnenberg wollen ein neues Haus.

Zustand des jetzigen Gebäudes sei untragbar

Althegnenberger Feuerwehr fordert Neubau

Althegnenberg - Bei der Althegnenberger Feuerwehr brennt’s – aber im sprichwörtlichen Sinn.

Denn der Zustand des Feuerwehrhauses sei untragbar, heißt es. Das findet vor allem Kommandant Robin Pradel. Er hat jetzt dem Gemeinderat einen Antrag auf einen Neubau vorgelegt. Grund: erhebliche bauliche Mängel und sicherheitstechnische Defizite. „Es wird seit zehn Jahren nur davon geredet, dass wir ein neues Gebäude brauchen. Jetzt muss ein größerer Schritt gemacht werden“, fordert er.

Erst im Oktober wurde Pradel zum neuen Kommandanten gewählt, und eines wollte er auf keinen Fall: „Auch nur sechs Jahre reden bis zur nächsten Wahl.“

Die Liste der Mängel ist lang. Zum einen ist die Fahrzeug-Halle der 1892 gegründeten Wehr, die mittlerweile auch schon 36 Jahre auf dem Buckel hat, viel zu klein. Außerdem gibt es keine Umkleiden, auch nicht für die drei Frauen unter den derzeit 28 Aktiven. Umgezogen wird sich neben dem Löschfahrzeug. „Wenn die Tore offen sind, hat jeder freie Einsicht“, sagt Pradel. Er nennt diesen Zustand „eine Katastrophe“.

Duschen gibt es ohnehin nicht, überhaupt ist alles viel zu eng. Pradel: „Wir lagern überall aus.“ Seit kurzem gibt es eine Garage, aber die ist auch schon voll.

Die sicherheitstechnischen Defizite bezeichnete er als „sehr bedenklich“. Pradel weiter: „Wir haben bald wieder eine Sicherheitsbegehung, mal sehen, was da rauskommt.“

In der Gemeinde ist die Problematik bekannt. „Nicht nur in Althegnenberg, auch in Hörbach ist der Zustand der Feuerwehrhäuser nicht optimal“, bestätigt Vize-Bürgermeister Reiner Spicker (WG Bürgerinitiative) auf Tagblatt-Nachfrage. „Aber es geht gerade noch.“

Renovierung oder Neubau – irgendetwas muss gemacht werden, das ist auch dem gesamten Gemeinderat klar. Man habe die Hoffnung gehabt, dass man eventuell die beiden Wehren zusammenlegen könnte, doch daraus wurde nichts. Auf jeden Fall müsse man sich das Ganze jetzt genau anschauen.

In der nächsten Sitzung im März soll der Antrag der Feuerwehr auf die Tagesordnung. Umgesetzt werde aber in diesem Jahr nichts mehr, so Spicker. „Eher 2017/2018.“

Dass das Ganze nicht so schnell geht, dessen ist sich auch Kommandant Robin Pradel bewusst: „Ich hoffe jedoch, dass es zeitnah umgesetzt wird.“ Deshalb habe man in dem Antrag an den Gemeinderat auch um Aufnahme des Projekts in den Investitionsplan gebeten. Seine Wünsche für einen Neubau: „Größer und moderner.“

von Stephanie Hartl

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