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Gut besucht ist das Altstadtfest gewesen.

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Altstadtfest: Standlbetreiber irritiert über Stadt und Polizei 

Das Brucker Altstadt ist gut besucht gewesen. Doch einige Standlbesitzer sind irritiert über das Vorgehen der Stadt und der Polizei. 

Fürstenfeldbruck – Tausende Menschen haben am Wochenende beim Brucker Altstadtfest gefeiert. Nach Angaben aus dem Rathaus bevölkerten 30 000 bis 40 000 Besucher die Innenstadt. „Die Standbetreiber, Gastronomen und die Stadt als Veranstalter sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festes“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Bruck.

Gleichwohl zeigten sich einige Standbesitzer irritiert über das Vorgehen der Stadt und der Polizei. Das Brucker Unternehmen Kiddi-Car zum Beispiel hatte an der Kreuzung Augsburger Straße/Philipp-Weiß-Straße einen mobilen Verkehrsübungsplatz für Kinder mitsamt Schildern aufgebaut. Doch Samstagnacht musste Kiddi-Car-Chef Bastian Kubitza seinen Stand kurzerhand auf Anweisung der Polizei abbauen. Gegen 22.15 Uhr hätten ihn die Beamten angerufen, berichtet Kubitza. Er müsse kommen und den Stand entfernen, hätte man ihm gesagt. „Eine andere Lösung gibt es nicht.“

Ein Sprecher der Brucker Polizei erklärt auf Nachfrage, man hätte so eine Gefahr für Altstadtfestbesucher vermeiden wollen. In der Nacht auf Sonntag drohte es zu stürmen. Außerdem habe der Stand in den Ampelübergang an der Kreuzung hineingeragt. Ein Radfahrer sei gestürzt und gehbehinderte Menschen hätten Probleme gehabt, daran vorbeizugehen. Zudem habe man befürchtet, dass betrunkene Besucher von Barnis Cityclub mit Teilen des Standes „Unfug treiben“, so der Sprecher.

Kubitza nennt das „alles nachvollziehbar“. Es sei aber „ärgerlich, dass es so kurzfristig gehen musste“, sagt er. Bereits am Samstagnachmittag habe man ihm seitens der Stadt geraten, seinen Stand wegen des angekündigten Sturmes lieber abzubauen. Man habe ihm aber die Entscheidung überlassen.

Letztlich musste er sich der Anweisung der Polizei aber fügen und trommelte Samstagnacht Helfer zusammen. Aufgebaut hat er den Verkehrsübungsplatz am Sonntag nicht mehr. „Das hätte sich nicht rentiert“, sagt er. Er sei „enttäuscht“ wegen des Ablaufs. Im kommenden Jahr müsse es besser laufen. Gut sei aber, dass die Stadt für solche Dinge immer ein offenes Ohr habe.

Verärgert war auch Sebastian Pleil vom Schuhhaus Pleil. Er hatte vor dem Geschäft in der Schöngeisinger Straße einen Stand. Doch das Altstadtfest begann erst ein paar Meter weiter stadteinwärts – zumindest wenn man dem platzierten Willkommens-Schild glauben wollte. Dieses stand das ganze Wochenende über am falschen Fleck, nämlich zu weit in der Schöngeisinger Straße. So war für die Laufkundschaft eigentlich nicht mehr ersichtlich, dass sein Stand auch noch zum Altstadtfest gehörte, erzählt Pleil, Kunden hätten ihn deswegen auch angesprochen. Das geht natürlich gar nicht, findet er. Schließlich habe er auch Standgebühren bezahlt.

Am Freitag versuchte er noch, bei der Stadt jemanden zu erreichen, doch vergebens. Bei einer Beschwerde hätte Pleil nur während des Wochenendes die Organisatoren aufsuchen müssen, heißt es aus der Stadtverwaltung: „Er hätte sich ja melden können.“ Trotzdem bedauert man bei der Stadt den Vorfall mit dem Schild und hat sich entschuldigt. Das sei im Vorfeld einfach nicht optimal gelaufen. Beide Seiten haben gestern aber schon miteinander geredet: Für das falsch aufgestellte Schild bekommt Pleil einen Rabatt bei den Standgebühren.

von Fabian Dilger und Thomas Radlmeier 

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