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Bloß nicht daneben treten: Hoch konzentriert hüpft die „Boxschule“ durch nasse Reifen – eine der Geschicklichkeitsaufgaben bei dem Wettkampf.

Crazy Hindernislauf

Bei der Amper-Challenge geht's heiß her

Olching - Temperaturen um die 40 Grad, der Schweiß floss in Strömen: Die erste Amper-Challenge, die am Samstag in Esting über die Bühne ging, war ein Wettkampf der Extreme.

Es war heiß, sehr heiß am Samstag. Im Radio liefen beständig die Warnungen des Bayerischen Gesundheitsministeriums, „körperliche Anstrengungen zu vermeiden.“ Auf dem Gelände hinter der Schule hatten sich dennoch 430 Sportbegeisterte eingefunden, um am ersten Amper-Challenge-Wettbewerb im Brucker Land teilzunehmen.

Manche Wettkämpfer schienen kurz vor dem ersten Start indes ein wenig an der Klugheit ihrer Entscheidung zu zweifeln. Doch hinterher lösten sich alle Bedenken in Wohlgefallen auf. Mehr noch: Die Begeisterung war riesengroß. „Wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei“, versprach zum Beispiel die Münchnerin Daniela Funke.

Eine wichtige Aussage: Funke ist eine der Gründerinnen der Munich Elite Warriors, einer losen Vereinigung von rund 120 Challenge-Enthusiasten aus der Landeshauptstadt. In Esting waren die „Warriors“ mit immerhin 63 Sportlern vertreten – sie waren das mit Abstand größte Team. Insgesamt tummelten sich 70 Mannschaften und acht Einzelkämpfer auf dem 6,5-Kilometer langen Kurs.

Die Organisatoren des SV Esting um Alexander Kolp und Max Rastofer hatten ganze Arbeit geleistet: Die Strecke war abgesteckt und beschildert, zahlreiche Wasserstationen bewahrten die Athleten vor dem Austrocknen. Acht Stationen – „Challenges“ – hatten die Sportler zu bewältigen: Sie mussten zum Beispiel bis zu drei Meter hohe Strohballen-Hindernisse überqueren, sieben Meter lange Rohre durchrobben und einen großen Pool zu durchschwimmen.

Auch die Streckenführung hatte es in sich: So ging es gleich am Anfang durch einen Mühlbach-Arm, später musste der Berg im Norden es Volksfestplatzes erklommen werden. Gerade an den Stationen zeigte sich die Besonderheit der „Challenger“: Jeder half jedem, auch teamübergreifend. Und die meisten stellten sich den Aufgaben ganz entspannt. „Es geht nicht ums Gewinnen“, erklärte Banana-Joe vom Ampertec-Team. Die Amper-Challenge kam daher ganz ohne Zeitmessung aus.

Bilder: Amper-Challenge in Olching

Indes scheint es vielen um „bella figura“ zu gehen: Praktisch jede Equipe dokumentierte sein Treiben per Bewegt- und Standbild. Manche Sportler, wie zum Beispiel der Olchinger Marco Karmonn, hatten sich gar eine Webcam um den Schädel geschnallt. Eine Athletin trug eine Webcam auf einem Stativ mit sich herum. Und bei jedem gezückten Smartphone nahmen sich die Sportler Zeit für eine witzige Pose.

Dementsprechend fantasievoll waren die Namen und Outfits der Teams. Eine siebenköpfige Mannschaft nannte sich die „Ampengers“ – die „Avengers“ lassen grüßen. Eine andere Crew lief als die „Invincibles“ auf; mit beschrifteten T-Shirts: „Eigentlich wollte ich nur kurz Semmeln holen gehen ...“. Dafür erhielten die „Unbesiegbaren“ einen Sonderpreis für das witzigste Trikot. Eine Seilschaft nannte sich „Mädchen mit Muckis“: Die „Athletinnen“ beiderlei Geschlechts hüpften im „Tütü“ durch die Gegend.

Die meisten Teilnehmer waren zwischen 20 und 30 Jahre alt. Doch wagten sich auch einige Hobbysportlerinnen und -sportler jenseits der 30 an den Start – wie die „Hausfrauen und Muttis“ aus Olching, eigentlich eine Jogging-Gruppe, die sich immer Sonntag vormittags trifft.

Übrigens: Trotz der großen Hitze musste das Team des BRK Olching, das die Veranstaltung zusammen mit der Wasserwacht Fürstenfeldbruck betreute, nur ein einziges Mal ausrücken – um ein Pflaster fachgerecht zu applizieren, Die anschließende Feier mit der Geretsrieder Band „Max“, der Zirkusgruppe des SV Esting und dem Schwabinger Liedermacher Jonas Rehm zog sich bis weit nach Mitternacht hin. (kra)

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