Puchheimer vor Gericht

Angeklagter bestreitet Vergewaltigung

Puchheim – Die Vorwürfe wiegen schwer: Laut Staatsanwaltschaft soll ein Mechaniker (19) aus Puchheim in der Nacht auf den 12. Juli vorigen Jahres in der Puchheimer Bahnhofstoilette eine junge Frau vergewaltigt haben.

Noch am selben Tag wurde der Mann festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Zu Prozessauftakt gestern vor dem Landgericht München II bestritt der Angeklagte die schweren Vorwürfe.

Am späten Abend des 11. Juli lernte der junge Mann die Frau am Bahnhof kennen. Zusammen trank man Bier. Auf einer Bank in der Nähe des Bahnhofs soll er sie dann gegen ihren Willen geküsst haben. Gegen halb eins der nächste Vorfall: Der Puchheimer soll die Frau in ein Gebüsch gelockt und sie zu Boden gedrückt haben. Als sich die Frau dann auf die Damentoilette begab, folgte ihr der Begleiter. Er attackierte sie. Die Frau habe sich gewehrt, habe sich aber nicht befreien können. Dann habe sie der 19-Jährige vergewaltigt.

Der Verteidiger wies die Vorwürfe zurück. Die beiden jungen Menschen hätten sich am Bahnhof kennengelernt. Es sei „eine völlig normale Kontaktaufnahme gewesen, wie sie unter jungen Leuten üblich ist.“ Zusammen hätten sie Joints geraucht und Bier getrunken. Man sei immer vertrauter geworden .

Der Angeklagte habe gemerkt, dass die Frau „einem Abenteuer nicht abgeneigt“ war. Auf der Bank habe man sich geküsst. Er habe sie vorher sogar gefragt, was sie sagen würde, wenn er sie küssen würde. Und sie habe geantwortet: Er solle nicht lange fragen, sondern es einfach tun. Laut der Erklärung „stimmt es überhaupt nicht“, dass er die Frau ins Gebüsch gezerrt habe. „Das gab es überhaupt nicht.“

In der Damentoilette hätten sie dann „im gegenseitigen Einvernehmen“ Sex gehabt. „Es ist nicht zutreffend, dass er einen verbalen oder tätlichen Widerstand hätte überwinden müssen.“ Anschließend hätten sie sogar noch miteinander Zigaretten geraucht. Der Prozess dauert an. nina gut

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