Hierüber wird diskutiert: Im Norden soll das Kinderhaus errichtet werden. Die Anwohner des Karl-Trautmann-Wegs wollen aber keine Zufahrt von Süden.

Geplantes Kinderhaus 

Haeusler-Park: Anwohner gegen Kita-Zufahrt

Fürstenfeldbruck – Der Bau eines Kinderhauses im Kester-Haeusler-Park schlägt weiter hohe Wellen. Einige Anwohner haben sich einen gemeinsamen Anwalt genommen. Auch eine Klage ist nicht ausgeschlossen.

Konkret geht es diesmal nicht um Bäume, die gefällt werden sollen. Den Anwohnern des Karl-Trautmann-Wegs (sieben Parteien) ist die Zufahrt zum Kinderhaus, das im Kester-Haeusler-Park gebaut werden soll, ein Dorn im Auge. Denn die führt von der Dachauer Straße Richtung Norden parallel zum Karl-Trautmann-Weg an ihren Reihenhäusern vorbei. Außerdem stören sie die Parkplätze und eine Wendemöglichkeit, die in der Nähe des Wegs – der den Bürgern teilweise gehört – errichtet werden sollen.

Bereits im Sommer hatten sich die Anwohner beschwert. Nun verschärft der Anwalt seinen Ton. Sollte sich in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Mittwoch keine Einigung über das Thema abzeichnen, könnte der Stadt eine Klage gegen den Bebauungsplan drohen.

Bäume werden bald gefällt

Das kann sich das Rathaus eigentlich nicht leisten. Wie der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) gestern auf Nachfrage sagte, werden einige Bäume als vorbereitende Maßnahme tatsächlich noch vor November gefällt. In einem Teil davon könnten Fledermäuse leben, was vor der Fällung abschließend untersucht wird. Außerdem braucht die Stadt die Kindergarten- und Krippenplätze dringend. Eine weitere Verzögerung hätte gravierende Folgen.

Ursprünglich sollte die Hauptzufahrt im Norden (Adolf-Kolping-Straße) gebaut werden. Doch das gefiel den Betreibern der im Norden eben erst erbauten Psychiatrie nicht. Der Anwalt der Anwohner argumentiert allerdings, dass die nördliche Zufahrt sicherer und leistungsfähiger sei. Der Hol- und Bringverkehr sowie der zur Versorgung von Krippe und Kindergarten sei zu viel für einen südlichen Eingang. Die Zufahrt sei zu eng und unübersichtlich, der Weg sei zu schmal, Linksabbieger von der Dachauer Straße brächten weiteres Gefahrenpotenzial mit sich. Außerdem führt der Anwalt an, andere Standorte seien nicht geprüft worden. Dem widerspricht die Verwaltung.

Bürgermeister bleibt optimistisch

Aus den Sitzungsunterlagen für Mittwoch geht bereits jetzt hervor: Die Verwaltung schlägt vor, dass die Stadträte an der aktuell geplanten Zufahrt nahe des Karl-Trautmann-Wegs festhalten. Die Entscheidung bleibt freilich vorerst offen. Bürgermeister Erich Raff kündigt jedenfalls Gesprächsbereitschaft an. Eine Besprechung könne allerdings vor der Sitzung aus terminlichen Gründen nicht mehr stattfinden. Trotzdem bleibt Raff zuversichtlich: Einige der Anwalts-Einwendungen seien mittlerweile von der Verwaltung berücksichtigt worden.

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