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Bei der Après-Ski-Party in Gröbenzell feierten die Gäste trotz regen ausgelassen. 

Gäste trotzden Regen und Kälte

Après-Ski-Party: Polonaise durch den Regen

Gröbenzell - Trotz Sauwetter kam bei der Après-Ski-Party am Gröbenzeller Rathausplatz Riesenstimmung auf. Die Organisatoren sind erleichtert. Doch die Planung war wieder ein Mammutprojekt.

Auf dem Party-Plakat grinst eine Blondine im dünnen Pulli. Die hätte am Samstag wohl wenig zu Lachen gehabt. Denn von Winterwunderland war in der Nacht wenig zu spüren. Das Thermometer zeigte drei Grad Plus, es regnete immer wieder und dann war da auch noch dieser stürmische, ungemütliche Wind. „Deswegen wollten die Leute erst einmal nicht nach draußen“, erzählt Fabian Bayer (22) von der JU Gröbenzell, die die Party organisierte. Die Partygäste kuschelten sich unter Zelten und Planen aneinander. Irgendwann war den Gästen das Wetter aber wurscht. Sie starteten eine große Polonaise durch den Regen.

Die Bilder der Après-Ski-Party in Gröbenzell

Mehrere hundert Feierwütige fanden trotz des Stubenwetters am Samstag auf die Gröben-Alm. „Das waren nicht ganz so viele, wie vor zwei Jahren – damals hatten wir 800 Gäste. Aber wir sind zufrieden“, sagt Fabian Bayer. Wer zu einem Open-Air-Festival einlade, gehe immer ein gewisses Risiko ein. 2012 konnte die Veranstaltung schon einmal nicht stattfinden, weil die Temperaturen auf 15 Grad unter Null sanken und die Gefahr bestand, dass sich Gäste oder Helfer unterkühlen.

Um es den Gästen so gemütlich wie möglich zu machen, spannten die Organisatoren Zeltplanen und stellten einen Pavillon auf. Letzteren nahm allerdings der Wind mit.

Partygäste sind hart im Nehmen

„Das Wetter hat uns eigentlich gar nicht gestört“, sagt Marc Sunarjo (17), der zum ersten Mal auf der Après-Ski-Party war. „Wir haben uns im Zelt untergestellt.“ Nur einen Raum zum Aufwärmen hätte sich der 17-Jährige gewünscht. Ansonsten ist der Münchner begeistert von der Feier. „Durch die Musik ist wirklich eine Alm-Stimmung aufgekommen. Es liefen typische Après-Ski-Hits, aber auch Charts.“

Vergangenes Jahr musste die Party ausfallen. Die Organisatoren waren überlastet. Denn nach dem Wahlkampf hatten sie keine Kapazitäten mehr für die aufwendige Planung der Party, an der rund 30 Ehrenamtliche mitwirken. Die Organisation beschäftigte die JU bereits seit mehr als vier Monaten: Es mussten Vorgespräche mit der Gemeinde und der Feuerwehr geführt werden, außerdem mussten Auflagen in Sachen Jugendschutz und Hygiene erfüllt werden. Auch dass die Musik leiser wird und es zum Beispiel keine Glasflaschen gibt, musste geregelt werden.

Party ist akribisch geplant

Die Jungplaner verhandelten außerdem mit den Zulieferern, mussten Bauzäune, Toilettenwagen, Bar und Verpflegung organisieren und schließlich alles aufbauen, Kabel verlegen, Lichter montieren und alles arrangieren, damit pünktlich um 18 Uhr die Gröben-Alm stand. „Wir machen alles selbst. Das ist ein Riesenaufwand“, sagt Bayer. Auch während der Party ist damit nicht Schluss.

Bayer und die anderen JU-Mitglieder sind noch während der Party herumgelaufen, haben Kabel wieder zusammengesteckt, Elektronikprobleme gelöst und Lichter angemacht, statt mit den Gästen zu feiern. „Wir haben Jobs, die gemacht werden müssen, auch wenn die Party schon läuft“, erklärt Bayer. Dieses Mal sei das Team bis zum Partystart um 18 Uhr gar nicht ganz fertig geworden und habe einfach weiter gearbeitet, während bereits Gäste da waren. „Das kann stressig und anstrengend werden. Aber trotzdem macht es mir dann doch viel Spaß“, sagt er erschöpft, aber zufrieden.

Besonders begeistert ist das Organisations-Team davon, dass die Gäste nicht nur aus Gröbenzell kamen, sondern viele auch aus München und anderen Landkreisen anreisten. Dass die Party ein Erfolg war, freut die Verantwortlichen. Auch 2017 wird es wieder eine Mega Après-Ski-Party geben – dann allerdings hoffentlich bei etwas besserer Witterung.

Maria-Mercedes Hering

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