Arbeitkreis Energiewende vor dem Aus

Kottgeisering - Der vor über zwei Jahren mit viel Enthusiasmus gestartete Arbeitskreis Energiewende steckt in der Krise. Das Trio an der Spitze hat sich zurückgezogen, Nachfolger gibt es nicht.

Das Trio Peter Woderschek, Helma Dreher und Dieter Eder, das die Arbeit in der Vergangenheit koordinierte, hatte jüngst seinen Rückzug aus den verantwortlichen Positionen verkündet. Nachfolger sind auch nach einem kürzlichen Treffen zum Neustart des Arbeitskreises nicht in Sicht. Der Arbeitskreis hatte vor einem halben Jahr das von Green City Energy mit engagierter Bürgerbeteiligung erarbeitete Energiekonzept für Kottgeisering vorgelegt. Es kriselte aber schon in der Erstellungsphase des 103-seitigen Konzepts, wie Helma Dreher auf Tagblatt-Nachfrage erklärte. „Auf Beschluss eines Lenkungsausschusses, der die beiden großen Energiewerkstatt-Treffen mit den Bürgern vorbereitete, mussten bestimmte Energieformen wie Windkraft, Photovoltaik oder Biogas-Anlagen von vornherein von der Diskussion ausgeschlossen werden“, so Dreher. Gleichzeitig seien aber keine wirklichen Alternativen genannt worden, die einen Fortschritt oder gar eine Energiewende für den Ort bringen würden.

Dieter Eder bezeichnet die 29 Maßnahmen, die im Energiekonzept als realisierbar definiert wurden, als „Kinkerlitzchen“ und die Arbeit im Arbeitskreis zuletzt als „frustrierend“. Als Ergebnis sei bei weitem nicht das herausgekommen, was er sich gewünscht hätte. Eder: „Da sitzen Leute drin, die nicht am selben Strang gezogen haben, sondern die Ideen zerredet haben.“

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