Puchheim

Asbest an Grundschule: Die Messergebnisse liegen vor

Puchheim - In den Räumen der Grundschule am Gernerplatz gibt es so gut wie keine Belastung durch Asbest. Das haben mehrere Messungen ergeben.

Die gute Nachricht wurde von der Stadtverwaltung verkündet: Die Auswertung der am Donnerstag und Freitag vergangener Woche vorgenommenen Raumluftmessungen habe keinen Asbest-Befund ergeben, teilte der geschäftsleitende Beamte im Rathaus, Jens Tönjes, mit.In der Raumluft sei laut dem von der Stadt hinzugezogenen Experten Alfred Kratochwil keine Asbestfasern nachgewiesen worden. Zusätzlich zu den Raumluftmessungen seien noch 34 sogenannte Staubklebeproben entnommen worden.

Lediglich bei einer Probe – auf einem Feuerlöscher im Treppenhaus des Untergeschoss – sei ein Fasernachweis in geringem Umfang festgestellt worden. Alter und Herkunft der Fasern sind laut Tönjes unklar. Die Raumluftmessung in diesem Bereich sei jedoch ohne Befund geblieben. Hier seien, so der Sachverständige Kratochwil, Dekontaminationsmaßnahmen angeordnet worden, die zwischenzeitlich abgeschlossen seien. „Ich bin erleichtert“, kommentierte Bürgermeister Norbert Seidl das Ergebnis. „Wir können jetzt mit großer Sicherheit ausschließen, dass durch die Baumaßnahme Asbest in das Schulgebäude eingetragen wurden.“

Erleichtert sind auch Schulleitung und die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die seit Bekanntwerden des Asbest-Verdachts Krisenmanagement betrieben haben. Zur Normalität werden die Schüler aber erst am Freitag zurückkehren können. Nach der Feinreinigung des Gebäudes durch eine Spezialfirma am Wochenende waren erneut Proben genommen worden, die noch ausgewertet werden mussten. Der Sachverständige konnte aber auch hier gestern Nachmittag Entwarnung geben: Wiederum seien keine Asbest-Fasern in der Raumluft gefunden worden. Diese Nachricht kam allerdings zu spät, um alle Eltern rechtzeitig über die Rückkehr zum Normalbetrieb informieren zu können. Daher wird heute noch einmal nach dem Notfallplan verfahren, bei dem die Schüler in der Gröbenbachschule Gröbenzell sowie in Puchheim in der Grundschule Süd, im Gymnasium sowie in den Räumen von Hort und Mittagsbetreuung unterrichtet werden, wie Schulleiterin Ruth Frank-Amberger gestern mitteilte.

Wie berichtet, hatten Vertreter von Schulamt, Schulleitung, Stadt und Elternbeirat vergangenen Woche beschlossen, die Schule vorsorglich zu schließen. Grund: Während Bauarbeiten war Asbest gefunden worden. Weil eine Staubschutzwand während der Ferien geöffnet worden war, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass belasteter Baustaub ins Schulhaus eingedrungen war. Ungeachtet der Entwarnung plant die Stadt nach den Pfingstferien eine Infoveranstaltung: Dort können sich Eltern mit Fragen direkt an den Sachverständigen wenden. (sw)

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