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Ob solche Wohncontainer oder doch Holzbauten in Egenhofen aufgestellt werden, wird noch diskutiert.

Asyl: Egenhofen ringt weiter um Lösung

Egenhofen - Wo sollen die Asylbewerber in der Gemeinde Egenhofen hin? Diese Frage diskutierte der Gemeinderat vor zahlreichen Zuhörern.

Seit Monaten ist ein Areal am nördlichen Ortsausgang Aufkirchens als Standort für eine Asylbewerber-Unterkunft im Gespräch. Doch ob daraus etwas wird, ist unklar. Diesen Eindruck hatten jedenfalls die zahlreichen Besucher der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Ob Container aufgestellt werden oder ein Holzbau in Ständerbauweise, sei in der Diskussion, so Bürgermeister Josef Nefele. Ein Problem: Die Preise für Container steigen wegen der hohen Nachfrage, die Holzgebäude seien auch teuer. Ebenfalls weiterhin unklar ist die Anzahl der Asylbewerber, die unterkommen sollen.

Die Pfarrgemeindestiftung als Besitzerin des Grundstücks will wohl eine größere Container-Siedlung vermeiden. CSU-Chefin Gabriele Dietrich regte zudem an, dort vornehmlich Familien unterzubringen. Grund sind die vielen Frauen, die täglich die benachbarte Sportanlage des FSV Aufkirchen nutzen.

Nefele stimmte Dietrich prinzipiell zu, gab aber zu Bedenken: „Ob das ein Wunschkonzert wird, weiß ich nicht.“ In Unterschweinbach rechnet der Rathauschef demnächst mit insgesamt 40 bis 45 Asylbewerbern. Sofern die zusätzliche Außentreppe beim Wirt „Bliasmeister“ fertiggestellt und der Ausbau der Kellerwohnung in der Auenstraße abgeschlossen seien. In die Dachgeschosswohnung im selben Gebäude soll noch in dieser Woche eine elfköpfige Großfamilie einziehen.

Zur Situation in Egenhofen sagte Nefele: „Das Landratsamt wird demnächst mit ziemlicher Sicherheit eine Wohneinheit mit 300 Quadratmetern anmieten.“ Der Bürgermeister berichtete zudem von einem Telefonat, das er am Vormittag mit dem zuständigen Sachbearbeiter im Landratsamt, Jimmy Liu, geführt hatte. Nefele wollte eine Auskunft darüber, mit wie vielen Flüchtlingen der Landkreis und seine Gemeinde bis Jahresende zu rechnen hätten. Liu konnte dazu laut Nefele keine Angaben machen und verwies auf eine Anfrage von Landrat Thomas Karmasin an die Regierung von Oberbayern.

von Horst Kramer

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