Gemeinde contra Landrat

Asyl: Gröbenzell lehnt Bauanträge ab

Gröbenzell - Zwei der drei Bauvoranfragen des Landratsamtes zu Asylheimen hat der Gemeinderat nun einhellig abgelehnt. Landrat Thomas Karmasin (CSU) kündigte an, man werde prüfen, ob das Einvernehmen ersetzt werden kann.

Die dritte Anfrage bezüglich Zweig-/Augsburgerstraße wird im Bauausschuss am 15. März behandelt. Drei zweigeschossige Gebäude mit jeweils vier PKW-Stellplätzen und Fahrradabstellmöglichkeiten will das Landratsamt jeweils auf zwei Grundstücken im Außenbereich errichten.

 Die einen drei am Fischerweg, die anderen drei auf einer Wiese am Gröbenbach in direkter Nachbarschaft zum Kindergarten Arche Noah. Beide Areale sind als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen. „Wir gehen mit den Anträgen so um wie mit allen anderen Anträgen“, versicherte Bürgermeister Martin Schäfer (UWG). Und demnach waren die Anträge abzulehnen.

Lage nah am Bach

Das Bauamt hatte festgestellt, aus den Anträgen gehe nicht hervor, wie viele Asylbewerber dort unterkommen sollen, die Geschossfläche sei nicht angegeben, auch nicht wie lange die Anlagen stehen sollen. Zudem liege das Grundstück am Gröbenbach nahezu komplett im Überschwemmungsgebiet. Bei beiden Anlagen sei die Erschließung nicht gesichert. Peter Falk (SPD) hätte es gerne gesehen, wenn bekannt würde, wer die Eigentümer der beiden diskutierten Flächen im Außenbereich sind.

Doch dazu wollte Schäfer keine Auskunft geben. Ein Eigentümer der Gröbenbachwiese musste sich dann aber offenbaren. Johann Böhmer (FW) erklärte sich nämlich als befangen. So erfuhren die Gemeinderäte und die anwesenden Bürger, dass er Miteigentümer der Wiese ist. Bei der Bauvoranfrage für den Fischerweg hatte Böhmer aber mitgestimmt und diese wie alle anderen Gemeinderäte ebenfalls abgelehnt. Falks Nachfrage, ob die Ehefrau des früheren Bürgermeisters Dieter Rubenbauer Eigentümerin des Areals am Fischerweg ist, beantwortete Bürgermeister Schäfer nicht.

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