Asylhelfer sauer auf die Regierung

Landkreis – Gegen die bayerische Asylpolitik richtet sich der Warnstreik der ehrenamtlichen Helfer, den der Landsberger Verein LLäuft für Samstag, 1. Oktober, ausgerufen hat. 24 Stunden lang wollen die Teilnehmer ihre nicht bezahlte Arbeit aussetzen.

Auch im Landkreis gibt es unzählige Integrations-Helfer. „Wir haben gestern entschieden, nicht mitzumachen“, erklärt beispielsweise Hans-Heinrich Sautmann, Sprecher des Eichenauer Helferkreises.

Man wolle auch an diesem Tag für die Schützlinge da sein. Allerdings unterstützen die Eichenauer die Aktion trotzdem. „Wir werden eine Solidaritätsbekundung verfassen“, sagt Sautmann. Der Kritik der Initiative an der bayerischen Flüchtlingspolitik könne sich das Team anschließen. Sammelabschiebelager und ein Aussetzen des Rechts auf Schule für Flüchtlinge widerspreche schlicht und einfach den Menschenrechten. Die Eichenauer werden auch nicht am Ehrenamtsempfang in München teilnehmen.

Auch Birgit Epp vom Brucker Helferkreis schließt sich den Sorgen an. An der Kundgebung in Landsberg wird sie aber nicht teilnehmen – aus privaten Gründen. „Wenn ich nicht einen Termin hätte, würde ich es mir überlegen“, sagt sie. Erfahren habe sie davon aus Broschüren, die an den Treffpunkten des Helferkreises ausgelegen waren.

Sibylle Nagler vom Gröbenzeller Helferkreis sagt, die Ehrenamtlichen bräuchten definitiv mehr Unterstützung. „Der Staat muss mehr tun.“ Die Helfer würden am Anschlag gehen. Die Gröbenzeller wurden in dieser Woche über die Aktion informiert. „Es steht jedem frei, am Warnstreik teilzunehmen“, so Nagler.

Termin:

Die Kundgebung findet am Samstag, 11 bis 15 Uhr, auf dem Hauptplatz in Landsberg am Lech statt.

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