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Asylzentrum: Das sagen Landrat und Regierung

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Fürstenfeldbruck – Die Regierung von Oberbayern schlägt in der Causa Umwandlung der Dependance in eine Kurzaufnahme noch nicht die Türen zu. Obwohl die Stadt die Umwidmung erneut abgelehnt hat.

Vielmehr fordern die Verantwortlichen die Stadträte auf, sich noch einmal mit dem Thema zu beschäftigen. Der Freistaat sei den Forderungen der Stadt entgegen gekommen, heißt es auf Tagblatt-Nachfrage. „Es liegt nach wie vor bei der Stadt, auf dieses Angebot einzugehen.“

Unabhängig davon hat Landrat Thomas Karmasin (CSU) sich zum Thema geäußert. In einem Brief an Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne), die momentan die Amtsgeschäfte leitet, will er Unklarheiten beseitigen. Er könne nicht verstehen, weshalb sich die Stadt gegen einen Vertrag ausspreche, der ihr eine kleinere Einrichtung beschere, die im Unterschied zu einer größeren zeitlich auf zehn Jahre begrenzt sei.

Das derzeitige Konzept sehe eine zeitlich unbegrenzte Aufnahme von 1600 Personen vor. Zudem bringe die Verweildauer von sechs Monaten Belastungen. Beispielsweise müssten Schulplätze gestellt werden.

Nicht nur diese Aufgabe falle bei einer Kurzaufnahme weg, weil die Flüchtlinge nur drei bis sieben Tage und nicht länger als drei Monate in Bruck blieben. Zusätzlich habe der Freistaat die Zahl auf 1000 Plätze reduziert, verzichte auf weitere Bauten und habe Unterstützung nach dem Abzug der Bundeswehr zugesagt. Lediglich eine Laufzeit von unter zehn Jahren habe die Regierung nicht versprechen können.

Allerdings gesteht Karmasin der Stadt zu: „Es mag nachvollziehbar sein, dass sich jemand, der zwischen zwei Alternativen zu wählen hat, die ihm beide nicht gefallen, über diese Zwangslage empört.“ Doch: „Die Erkenntnis, dass auch der Freistaat diese Zwangslage nicht verschuldet hat, müsste aber doch dazu führen, dass in verantwortungsvoller Weise die Alternative gewählt wird, die geringere Belastungen mit sich bringt“, so Karmasin.

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