Bürgerversammlung

Ausbau in Maisach-Ost erst später

 Rund 100 Maisacher sind zur Bürgerversammlung in die Aula der Mittelschule gekommen. Bestimmendes Thema war das Wachstum des Ortes.

Maisach – So fragte ein Bürger, wann es mit dem geplanten Ausbau im Maisacher Osten weitergehe. Die zweite Ausbauphase ist im Augenblick auf das Jahr 2019/20 angesetzt, wurde aber bereits zweimal nach hinten verschoben.

Bürgermeister Hans Seidl sagte dazu, dass derzeit im Zentrum stark verdichtet werde. Der Wohnraum werde mehr, die neuen Bewohner wollten eine intakte Infrastruktur vorfinden. Es müssten also genügend Kita-, Kindergarten- und Schulplätze vorhanden sein, um den Mehrbedarf zu decken. Daher verzögere sich der Neubau am Ortsrand. In diesem Zusammenhang wollte ein Bürger wissen, ob weitere Querungshilfen auf der Estinger Straße zwischen den Kreisverkehren an der Jet-Tankstelle und der Bäckerei Wimmer möglich seien. Der Rathauschef verwies auf die bereits vorhandenen Verkehrsinseln und will die Überlegung, eine mögliche Bedarfsampel aufzustellen, auf die Zeit nach der Vollendung der zweiten Ausbauphase verschieben.

Beim Thema Verdichtung im Zentrum ging es auch um ein Ärztehaus im neu gebauten Haus an der Bahnhof-/ Ecke Kandlerstraße. Seidl sagte, man habe viele Ärzte angeschrieben, doch die Ärztekammer sieht in der Region eine Überdeckung als gegeben und vergibt deshalb keine neuen Zulassungen mehr. Auch Filialpraxen werden dort wohl nicht eröffnet.

Nun sucht der Besitzer in Absprache mit der Gemeinde nach neuen Mietern. Ideal wären eine Apotheke oder ein Physiozentrum, sagte der Rathauschef.

Zur Digitalisierung wollte ein Bürger wissen, ob die Verwaltung in Randbezirken der Gemeinde den Breitbandausbau vorantreibt – die dort zur Verfügung stehende Internetgeschwindigkeit sei nicht mehr angemessen.

Die Gemeinde könne in diesem Fall nichts tun, war die Antwort Seidls. Sie sei nur dafür zuständig, die Grundversorgung zu gewährleisten, was der Fall ist. Um einen Ausbau mit Glasfaserleitungen müsse sich der Netzbetreiber kümmern. Er habe gehört, dass die Telekom Pläne dazu hat.

Die letzte Frage des Abends drehte sich um Geschwindigkeitsüberschreitungen vieler Autofahrer auf dem letzten innerörtlichen Stück der Überackerstraße. Der Gemeinde sei die Problematik bewusst, sagte Seidl. Man habe Messungen durchgeführt. Ergebnis: Viele seien mit Tempo 65 bis 80 unterwegs. Da es sich um eine Staatsstraße handele, könne die Gemeinde nicht viel machen. Vielleicht installiere man eine Tempoanzeige.

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