Aus dem Gemeinderat

Ausbau der Johannishöhe: Anwohner erwägen Klage

Beim Thema Ausbau des oberen Abschnitts der Johannishöhe verhärten sich die Fronten zwischen Gemeinde und Anlieger. Dabei hat der Gemeinderat den Ausbau noch lange nicht beschlossen.

Kottgeisering – Abgelehnt ist jedenfalls das Angebot der Anlieger, die Kiesstraße auf ihre Kosten zu sanieren. Der rund 700 Meter lange Abschnitt zwischen der Grenze zum Außenbereich im Westen über den Kastanienkreisel und den Wasserturm bis zum Anschluss an die Asphaltstraße im Osten ist erschließungsrechtlich weder erstmalig noch endgültig hergestellt. Weil dieser Teil der Straße zudem nicht im Außenbereich liegt, müssten die Anlieger nach Einschätzung der Verwaltung im Rahmen eines Vollausbaus wohl bis zu 90 Prozent der Kosten tragen.

In verschiedenen Schreiben beklagen die Anwohner die mangelnde Einbindung in die Planungen und kündigen juristische Gegenwehr an, sollte die Gemeinde den Vollausbau im Alleingang realisieren. Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) berichtete, dass die Straße an einigen Stellen so kaputt ist, dass sie nicht einfach repariert werden könne. „Es schauen große Steine raus, zudem haben Privatleute die Wasserläufe der Straße verändert“, so Meissner.

Recht viel besser würde es auch nach der für das Frühjahr geplanten Erneuerung der Wasserleitung nicht werden, weil die Gräben einfach wieder zugeschüttet werden würden. Lediglich Beate Schamberger (FW) wollte den Test wagen, sich die Straße auf Kosten der Anlieger herrichten und unterhalten zu lassen. „Das ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, das sollten wir nicht aus der Hand und der Verantwortung geben“, so Oskar Ostermeir (CSU). Willi Huß (BV) erinnerte daran, dass einem anderen Privatmann bereits untersagt wurde, eine andere Straße auf eigene Kosten in Schuss zu halten.

Mehrheitlich folgte der Geminderat der Empfehlung der Verwaltung, sich alle Fakten samt einer groben Kostenschätzung für den Ausbau von einem Ingenieurbüro einzuholen, um dann bei einer Anliegerversammlung die Ausbau-Varianten zu diskutieren. „Das, was sie jetzt wissen wollen, können wir Ihnen ohne Voruntersuchungen nicht liefern“, erklärte Meissner den zahlreich anwesenden Zuhörern. Gabi Golling (Grüne) regte an, die dafür notwendigen Kosten gegenüberzustellen.

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