Aus seinem Gefängnis im Turm – in der Ausstellung symbolisch dargestellt – gelang dem Räuber die Flucht. Fotos: voxbrunner/tb

Ausstellung über den Schinderhannes am Jexhof

Schöngeising - Die kriminelle Karriere und das grausige Ende des Räubers aus dem Hunsrück zeigt eine kleine Ausstellung am Bauernhofmuseum.

Als der Schinderhannes am 21. November 1803 in Mainz zur Guillotine geführt wird, wirkt er gefasst. Seine letzten Worte: „Ich sterbe gerecht; aber zehn von meinen Kameraden verlieren das Leben unschulding.“ Innerhalb von nicht einmal einer halben Stunde werden der berüchtigte Räuberhauptmann, der aus einer Scharfrichter-Familie stammte, und 19 seiner Spießgesellen enthauptet. An ihren noch warmen Körpern führen Mediziner wissenschaftliche Experimente mit Elektrizität durch.

Dem grausigen Ende von Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, gingen Jahre voller Gaunereien voraus. Der kriminellen Karriere des Räubers aus dem Hunsrück und den Legenden, die sich um ihn ranken, widmet sich die kleine Sonderausstellung „Der Schinderhannes - Schurke oder Held“ im Handwerkerstadel des Jexhofs. Es ist eine Wanderausstellung des Museumsnetzwerkes „Räuberpfade“, dem auch das Bauernhofmuseum bei Schöngeising angehört. Das Konzept stammt vom Hunsrück-Museum in Simmern. Doch hat das Jexhof-Team die Ausstellung mit Informationen über lokale Zeitgenossen des Schinderhannes ergänzt. Die Besucher können so auch die Schicksale von fünf Kriminellen zwischen Isar und Amper nachvollziehen, die Ende des 18. Jahrhunderts zum Tode verurteilt wurden.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 27. Juni, um 19.30 Uhr eröffnet. Danach ist sie bis 27. Oktober zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 13 bis 17, Sonn- und Feiertag von 11 bis 18 Uhr. (mb)

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