Arbeitet sich wieder nach oben: Bettina Kenter wird neben ihrer Tätigkeit als Autorin auch wieder als Schauspielerin auf der Bühne stehen. tb-Foto: Ralf Roletschek

Autorenpreis für Bettina Kenter

Puchheim - Für ihren Bühnen-Erstling, ein Stück zum Thema Grundeinkommen, bekommt Bettina Kenter aus Puchheim den Stuttgarter Autorenpreis.

In "Von Chancen und Schangsen - ein Harz-Grusical mit Hoffnungsschimmer“ stellt die 60-Jährige aus Puchheim dar, mit welchen Widrigkeiten Erwerbslose zu kämpfen haben. Über einen Zeitraum von drei Monaten werden „Arbeitslose ohne Kohle“ gezeigt, die sich zu einer Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen haben. Mit Schikanen, Sanktionen, Überwachungen, Kürzungen und Hausbesuchen drangsaliert die Arge sie derart, dass sie sich wie Entrechtete vorkommen. Als sie das Jobcenter stürmen, kommt es zu einem brutalen Polizeieinsatz.

„Alle Fälle, die ich im Stück beschreibe, sind authentisch“, sagt Kenter. Sie hat ihr Stück eigens für den Stuttgarter Autorenpreis geschrieben, der heuer zum ersten Mal verliehen wird. Ins Leben gerufen wurde er von der Intendantin des Stuttgarter Theaters tri-bühne, Edith Koerber, und Götz Werner, Aufsichtsratsmitglied der dm-Drogeriemärkte. Der Preis, der insgesamt mit 24 000 Euro dotiert ist, fördert Dramatiker, die eine gesellschaftlich relevante politische Idee in einem Bühnenstück verarbeiten. Zum Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“ gingen rund 180 Beiträge ein, sechs davon wurden ausgezeichnet, Kenter ist die einzige Frau unter den Preisträgern.

Die Puchheimerin freut sich, dass sie für ein sozialkritisches Stück zum Thema Arbeitslosigkeit einen Preis gewonnen hat. Denn es ist eine Situation, die die 60-Jährige nur zu gut kennt. Sie selbst musste vor einem Jahr Hartz-IV in Anspruch nehmen. (mb)

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