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Der Oldie-Star hat alles im Griff. Gus Backus (79) empfing seine Fans in seiner Wahlheimat Germering und tourte mit ihnen im Nostalgie-Bus durch Oberbayern. foto: weber

Schlagerstar mit Fans on Tour

Mit Gus Backus im Nostalgiebus auf Spuren von Johnny Cash

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Germering - In den wilden 60gern war Gus Backus ein deutsches Schlager-Idol, sein US-Landsmann Johnny Cash bereits ein Weltstar. Gemeinsam mit treuen Fans heftete sich der quicklebendige Gus nun auf die Spuren, die der längst verstorbenen Johnny in Bayern hinterlassen hat.

Okay, der singende US-Oldie war nur bis zum Weißwurst-Frühschoppen mit an Bord. Trotzdem waren die Eichenauerin Karin Nagl und die mit ihr im Oldtimer-Bus sitzenden 40 Musikfans (ein Ehepaar war extra aus Nordrhein-Westfalen angereist) aus dem Häuschen, als sie auf Spurensuche nach den bayerischen Wurzeln der Country-Legende Johnny Cash von einem leibhaftigen Schlagerstar der 1960er-Jahre begleitet wurden. Gus Backus, der mittlerweile 79-jährige Hitparaden-Stürmer mit jahrzehntelanger Wahlheimat in Germering, war mit an Bord, als die bunte Schar der Oldie-Fans im Nostalgie-Gefährt der Marke Setra S10 bei Traumwetter durch Oberbayern tuckelte.

Punkt 9 Uhr stand das schnuckelige Töfftöff zur Abfahrt an der Bushaltestelle am Germeringer Bahnhof bereit. 185 Euro pro Mann/Frau und Nase haben sich die Schlagerfans den All-Inclusive-Trip kosten lassen. „Aber jeder Cent hat sich gelohnt“, so Karin Nagl bei der Rückkehr nach erlebnisreichen zehn Stunden. Gus Backus, der mit Ohrwürmern wie „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“, „Brauner Bär und weiße Taube“, der „Sauerkrautpolka“ oder dem „Mann im Mond“ die damaligen (Schallplatten-)Charts stürmte, hatte seine Ehefrau Heidelore und den mittlerweile ebenfalls in der Country-Szene musizierenden, in Fürstenfeldbruck lebenden Sohn Jeffrey mitgebracht.

Erste Station war eine urig-boarische Wirtschaft in Hechenwang, wo der Wirt bei Weißwurst und Weißbier tatsächlich eine Original-Jukebox von anno dazumal ausgegraben hat. Klar, dass aus dem nostalgischen Musikautomaten die besten Backus-Hits schallten.

Ohne den Star – Gus Backus blieb mit Familie im Wirtshaus hocken –, aber mit bester Laune im Gepäck ging’s weiter zur Sonderführung auf den Spuren des singenden Ex-GI Johnny Cash nach Landsberg und über den Flugplatz in Penzing. Live und unplugged mit Sondergenehmigung der Bundeswehr – erst im Kino, dann mit einer Riesen-Akustik Open air im so genannten Klosterhof – begeisterte der October-Folk-Club (so eine Art Voxxclub für die Ü50-Generation) die als geschlossene Gesellschaft applaudierenden Exklusiv-Zuhörer. Für nächstes Jahr plant Tour-Organisator Alexander Stockmann (Dießen) eine Neuauflage des Gus-Backus-Revivals.

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