Bahnhof: Aufzug fällt aus

Geltendorf - Seit die Fahrgäste im Bahnhof Geltendorf auf dem Weg zum Mittelbahnsteig eine Fußgängerbrücke überwinden müssen, nutzen sie verstärkt den Aufzug. Der ist schon dreimal stehen geblieben.

Die Bahn hatte bereits vor Beginn der Bauarbeiten appelliert, dies nicht zu tun. Der Lift solle denjenigen vorbehalten bleiben, die auf ihn angewiesen sind. „Für Dauernutzung durch größere Lasten ist der Aufzug nicht geeignet“, warnte der Leiter des Bahnhofsmanagements München, Heiko Hamann. „Da kann es schon sein, dass er heiß läuft und stehen bleibt.“

Dreimal ist dies in den letzten Wochen geschehen, Fahrgäste mussten vom Aufzugsnotdienst beziehungsweise der Feuerwehr befreit werden. Der Notdienst sei innerhalb von 30 Minuten vor Ort, betont ein Bahn-Sprecher. Dies garantiere der Hersteller, der in Geltendorf noch mehr Aufzüge betreibe. Dass steckengebliebene Fahrgäste statt die Notrufnummer zu wählen lieber die Feuerwehr rufen, sieht die Bahn nicht so gern. „Der Befreiungsdienst kann in der Regel den Aufzug öffnen, ohne ihn zu beschädigen“, so der Bahn-Sprecher.

Das kann die Geltendorfer Feuerwehr auch. Dennoch wäre es auch dem Kommandanten Hans Georg Liegsalz lieber, wenn die Feuerwehr mit derlei Notrufen nicht behelligt würde. „Abends ist es kein Thema, aber tagsüber müssen die Leute dafür von der Arbeit weg. Das ist ein Mords-Zeitaufwand, und es entstehen Kosten.“ (os)

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