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Besser die Ohren zuhalten: So geht es Birgit Wegmann (43) und ihrer Tochter Marla (9). Foto: Huber

Bahnhof: Laute Durchsagen nerven Anwohner

Türkenfeld - Die Informationspolitik der Bahn wird gerne kritisiert. Jetzt wird klar: Auch häufige und zu laute Durchsagen können so richtig nerven.

Am S-Bahnhof steht eine junge Frau, telefoniert und wartet auf die nächste S-Bahn. Noch fünf Minuten. Auf einmal schallt eine Ansage über den Bahnhof: „Achtung Zugbetrieb. Halten Sie Abstand von der Bahnsteigkante und betreten sie den gekennzeichneten Bereich erst nach Halt des Zuges.“ Genervt nimmt die junge Frau ihr Handy vom Ohr. „Ich weiß es langsam“, ruft sie in Richtung Lautsprecher. Dann spricht sie wieder in ihr Telefon: „Das nervt so. Das kommt echt bei jeder S-Bahn.“

Eine solche Situation hat Birgit Wegmann schon oft erlebt. „Ich habe immer wieder gehört, dass sich Wartende über die Ansagen am Bahngleis beschwert haben.“ Die 43-Jährige arbeitet in einer Krankengymnastikpraxis direkt neben den Schienen und wohnt nur drei Häuser weiter. Auch sie selbst empfindet die Durchsagen als unglaublich störend. „Man hört die Ansagen durch das geschlossene Fenster. Und im Sommer finde ich es draußen ultranervig.“

Sechs Mal pro Stunde rauscht eine Schnellbahn durch die Gemeinde, in der etwa 3600 Menschen leben. Zudem brettern auch Regionalzüge und Güterwaggons über die Gleise. Und weil das für die Anwohner nicht gerade leise ist, hat die Regierung von Oberbayern nun zusammen mit der Gemeinde einen Lärmaktionsplan entworfen. Damit soll der Zugbetrieb anwohnerfreundlicher werden.

Doch die Durchsagen stören die Anwohner ebenso. Jeweils vier Minuten, bevor eine S-Bahn einfährt, erschallt die Durchsage. Julia Görg kennt sie auswendig.

Sie wohnt mit ihrer Familie nur etwa 200 Meter Luftlinie entfernt. „Wir haben unser Haus hierher gebaut und wussten, dass man hier die S-Bahn hört“, sagt sie. „Daran gewöhnt man sich.“ An die Durchsagen jedoch nicht.

So laut seien die Durchsagen vor allem deswegen, um sämtliche Nebengeräusche zu übertönen, sagt ein Sprecher der Bahn: „Mit den Durchsagen warnen wir die Fahrgäste vor einfahrenden Zügen.“ Aufgrund der Sicherheitslage in Türkenfeld sei das notwendig, obwohl auch schon die weißen Sicherheitsstreifen das Ende des Bahnsteigs markieren.

Auch für Julia Görg sind die Ansagen eine „Verdummung der Leute“. Das scheinen andere Türkenfelder ähnlich zu sehen: Irgendjemand hat mal Dämmstoff in einen der Lautsprecher am Bahnsteig gestopft, erinnert sich Julia Görg. Am Lärmpegel hat das aber nicht wirklich was geändert. Den Gong jedenfalls, der immer vor der Ansage ertönt, hat die Bahn bereits leiser gedreht. Nun soll auch überprüft werden, ob der Pegel der Durchsagen zu laut eingestellt ist. „Ganz abgestellt werden sie aber nicht werden“, sagt ein Sprecher der Bahn. „Diese akustischen Signale sind absolut notwendig.“

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