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An der Bahnlinie Grafrath-Geltendorf, im Gemeindebereich Kottgeisering: Ein Berg aus feinem Kies wächst in die Höhe. Das Material wird für die gerade laufenden Bauarbeiten gebraucht. Die Unterführung, die am rechten Bildrand zu sehen ist, wird im Oktober durch ein neues Bauwerk ersetzt.

An der Bahnlinie bei Kottgeisering 

Kiesberg wächst in die Höhe – Nächste Baustelle steht an

Es wird gebaut an der Bahnlinie zwischen Grafrath und Geltendorf – das sehen und hören die Anwohner deutlich. Und die nächste Baustelle steht auch schon an

Kottgeisering – Wenn dann die Bahnfahrer zwischen Grafrath und Geltendorf mit dem Ende der Gleiserneuerung ab Ende April wieder freie Bahnfahrt haben, trifft es ab dann die Autofahrer zwischen Kottgeisering und Jesenwang: Denn dann wird die Bahnunterführung oberhalb des Kottgeiseringer Sportlerheims erneuert und die Ortsverbindungsstraße nach Jesenwang im Bereich der Baustelle für mindestens sieben Monate gesperrt.

Die ausgeschilderte Umleitung führt über die Unterführung am Bahnhof Grafrath. Ob es zusätzlich eine örtliche Umleitung gibt, um etwa den großen Wertstoffhof am Waldrand Richtung Brandenberg erreichen zu können, steht nach Aussage der Bürgermeisterin Sandra Meissner noch nicht fest. MVG-Busse und Autofahrer konnten die Umleitung über Grafrath schon mal testen, denn im vergangenen November wurde bereits für ein paar Wochen gesperrt, um die durch die Unterführung verlaufende Gasleitung umzulegen.

Im Mai beginnt Arbeit an Unterführung

Als jetzt vor ein paar Tagen nahe der Unterführung ein Berg aus feinem Kies in die Höhe wuchs, dachten einige bereits, die Arbeiten an der Unterführung beginnen. Doch das dauert noch, wie ein Bahnsprecher erklärt.

Nach der Baustelleneinrichtung im April sollen im Mai die Hauptbauarbeiten mit dem Ausheben einer Baugrube und dem Herstellen einer Fundamentplatte für die Verschubbahnen beginnen. „Vom Bauverfahren her wird die neue Brücke auf der Nordseite der Gleise neben der bestehenden Brücke auf der grünen Wiese gebaut“, so der Bahnsprecher auf Tagblatt-Anfrage. Die Brücke werde als Vollrahmen ausgeführt und besteht aus betonummantelten Stahlträgern.

Vollsperrung an einem Wochenende

Bei einer Vollsperrung der Bahnstrecke Mitte Oktober (vom Abend des 13. bis zum Morgen des 16. Oktober ersetzen Busse die Züge) wird dann die alte Brücke abgerissen und die neue Brücke auf Verschubbahnen in ihre Endlage eingeschoben. Bis die alten Straßenanschlüsse wiederhergestellt sind und die Sperrungen aufgehoben werden können, wird es aber bis Ende November dauern. Also ist die Strecke sieben Monate lang dicht.

Der demnächst beginnenden Baumaßnahme ging ein jahrelanger Abstimmungs- und Planungsprozess voraus. Die Bahn hatte bei der Gemeinde nachgefragt, ob diese eine Aufweitung in Höhe oder Breite der derzeit nur einspurig zu befahrenden Unterführung wünsche.

Dies lehnte der Gemeinderat nach intensiven Diskussionen ab. Die Räte wollten damit den überörtlichen Schwerverkehr nach wie vor von der Jesenwanger Straße fernhalten.

Busse und gängige Landmaschinen können weiterhin passieren – größere Geräte wie Mähdrescher aber nicht. Dies erboste vor allem die örtliche Bauernschaft. Ein weiterer Grund für die Ablehnung waren die Mehrkosten, die von der Gemeinde zu tragen wären. 

von Max-Joseph Kronenbitter

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