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Auf dem Bolzplatz an der Theodor-Heuss-Straße soll ein Container aufgestellt werden. Der Grund: Ab September fehlen 50 Kindergartenplätze.

An der Theodor-Heuss-Strasse

Bald steht ein Kindergarten-Container am Spielplatz

Fürstenfeldbruck - Kinder, Kinder – das werden sich die Stadtoberen angesichts der Probleme bei der Betreuung der Kleinen denken. Es fehlen rund 50 Kindergartenplätze – Tendenz steigend. Deshalb wird auf dem Bolzplatz des Abenteuerspielplatzes ein Container aufgestellt.

Zwei Kindergartengruppen, die dann genau für 50 Plätze ausgelegt sind, sollen darin untergebracht werden. Im September – zum neuen Kindergartenjahr – sollen die Kleinen in den Container einziehen. Das Bestellverfahren läuft schon. Auch wenn momentan akuter Container-Mangel herrscht, erklärt der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) die Entscheidung: „Andere Lösungen wurden geprüft. Aber egal wie man es dreht und wendet: Wir kommen zeitlich nur mit dieser Variante hin.“

Die beiden Containergruppen sollen dann als Erweiterung des Kindergarten Nord betrieben werden, der ja direkter Nachbar des Geländes ist. Ein Weg wird die etwa 50 Meter voneinander entfernten Gebäude dann verbinden. Auf rund 450 000 Euro schätzt die Verwaltung die Kosten für das Projekt. Dieses wurde samt der zusätzlichen Stellen vom Ausschuss für Soziales, Integration, Jugend und Sport abgesegnet. Die Gelder sind bereits im Haushalt eingeplant.

Neues Baurecht muss aber nicht mehr geschaffen werden, das heißt mit dem Bau kann begonnen werden, sobald der Container angeliefert wurde.

Container als Interimslösung geplant

Dieser ist vorerst als Übergangslösung geplant. Bis voraussichtlich 2018 soll er stehenbleiben, dann ist ein Umzug in den eigentlichen Kindergarten Nord geplant. Denn dort werden wahrscheinlich Räumlichkeiten frei, wenn der auf demselben Areal ansässige Hort in ein neues Gebäude an der Grund- und Mittelschule Nord zieht. Das Bauprojekt wurde bereits in den Gremien besprochen.

An anderer Stelle wird auch schon für die jüngsten Brucker gebaut. Das sechsgruppige Kinderhaus im Kester-Hauesler-Park, das letztes Jahr auf den Weg gebracht wurde, sollte eigentlich im Herbst 2016 fertig werden. Daraus wurde aber nichts. Wie der derzeit amtierende Bürgermeister Erich Raff erklärt, dürfte der Bau im Sommer 2016 beginnen. Bezugsfertig wird die Anlage aber wohl erst im Frühling 2017. Doch selbst mit den dann entstehenden 71 Kindergartenplätzen ist der bereits vorhandene Bedarf noch nicht gedeckt. Denn 41 Plätze sind schon für die Kinder eingeplant, die bisher im Übergangskindergarten Zauberwald in den alten Räumen des Horts Mitte am Niederbronnerweg untergebracht sind.

Bedarf steigt weiter an

Und in Zukunft wird sich die Lage nicht entspannen, warnt die Verwaltung. Denn durch Zuzug von Familien wächst die Große Kreisstadt. Ein zusätzlicher Punkt, der das Problem verschärfen könnte, ist die „nicht prognostizierbare“ Anzahl an Kindern mit anerkanntem Asylstatus, welche nun nach und nach in Fürstenfeldbruck einen Betreuungsplatz brauchen. Deswegen werden auch immer mehr sogenannte Integrationsplätze benötigt – und diese belegen dann wiederum drei reguläre Plätze.

So ist es kein Wunder, wenn Raff sagt: „Eigentlich könnten wir gar nicht genug Kindergartenplätze auf Vorrat bauen.“ Auch für die Allerjüngsten soll ein neuer Bau entstehen. Ein Investor plant, eine Kindertageseinrichtung für zwei Gruppen mit 24 Plätzen im Westen zu errichten. Konkretes ist aber noch nicht bekannt. Nach dem ersten positiven Signal seitens der Stadt müsse man in den Gesprächen die Vorstellungen beider Seiten in Einklang bringen, sagt Raff.

Fabian Dilger

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