Stadtrat will weitere Umplanung

Bau von Kinderhaus im Haeusler-Park verzögert sich weiter

Die Bäume im Kester-Haeusler-Park sind gefällt. Doch der endgültige Bau des Kinderhauses mit 111 Plätzen verzögert sich weiter. Denn ein Großteil des Stadtrats stimmte dem jetzigen Plan in der jüngsten Sitzung doch nicht zu.

Fürstenfeldbruck

Obwohl der Bau jetzt eigentlich auf den Weg gebracht werden sollte und obwohl der zuständige Ausschuss sein Ja schon gegeben hatte.

Stattdessen stellte Christian Stangl (Grüne) den Antrag, eine alternative Planung zu prüfen. Darin wird auch der Wunsch des Bund Naturschutz berücksichtigt, der sich die Einrichtung von Stellplätzen an der Dachauer Straße wünscht. Konkret stimmten SPD, Grüne und BB

V dafür, dass die nötigen zehn Parkplätze für den Bring- und Holverkehr, die eigentlich auf dem Haeusler-Gelände geschaffen werden sollten, durch Kurzzeitparkplätze an der nördlichen Dachauer Straße ersetzt werden. Dadurch könne man auf die Zufahrt für Autos von Süden her verzichten. Der Geh- und Radweg soll komplett vom parallel verlaufenden Karl-Traumann-Weg rechts neben die bestehende Krippe verschwenkt werden. Auch, weil die Anwohner der Zufahrt sich gestört fühlen und eine 77 Meter lange und 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand fordern.

Die neuerliche Entscheidung bedeutet für die Stadt vor allem eines: Der Bau des dringend benötigten Kinderhauses verzögert sich weiter. Während die Befürworter der neuerlichen Planung von einigen Wochen ausgehen, sagte der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU): „Dann wird es 2019 noch nichts.“ Er tat sich sichtlich schwer, die Entscheidung der Stadträte zu akzeptieren. „Was soll der neue OB denn den Eltern erzählen, deren Kinder keinen Platz bekommen?“ Bereits in den vorangegangenen Sitzungen hatte Raff immer wieder darauf hingewiesen, dass 2018 im Zweifel mindestens 70 Kinder auf der Straße stünden.

Auch Kindergarten-Referentin Simone Görgen (CSU), die selbst in einer Kita tätig ist, appellierte an ihre Kollegen: „Wir brauchen diese Plätze!“ Klaus Quinten bezeichnete die Befürchtungen von Raff als Polemik. Rechtsamtsleiter Christian Kieser jedoch meinte: Wenn die Haeusler-Stiftung, auf deren Areal das Haus errichtet wird, sich quer stelle, dann sei eine lange Verzögerung durchaus realistisch.

Doch auch dieses Argument war für SPD, Grüne und BBV nicht überzeugend. Axel Lämmle (SPD) sprach davon, eine falsche Planung verhindern zu wollen. Er warf Raff und der Verwaltung vor, ihren „Job nicht gemacht“ zu haben, da es bisher keinen Alternativ-Entwurf gebe. Letztlich stimmten 22 Stadträte für die Umplanung, nur 16 waren dagegen. (vu)

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