Allinger Moos

Bausperre ein Jahr verlängert

Der Gemeinderat hat die Veränderungssperre für das Allinger Moos um ein Jahr verlängert. Mit dieser Bestimmung kann verhindert werden, dass in dem Gebiet westlich des Ortsrands gebaut oder auch nur umgebaut wird, sogar eigentlich genehmigungsfreie Vorhaben fallen darunter.

Alling – 

Betroffen ist vor allem eine dort ansässige Landwirtsfamilie, die seit langem im juristischen Clinch mit der Gemeinde liegt und mit ihrer Klage gegen deren Bebauungsplan „Natur- und Erholungsraum Allinger Moos“ Erfolg hatte. Vor zwei Jahren verwarf der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) die Planung und rügte dabei insbesondere die Festsetzung von maximalen „Geruchskontingenten“ für den Bauernhof und den damals noch betriebenen, benachbarten Pferdehof. Üblicherweise würden Immissionsgrenzwerte über die Tierzahl und die Entfernung zur Geruchsquelle definiert, so die Richter. Aber auch mehrere Bestimmungen für den eigentlichen Landschafts- und Naturschutz im Moos sah der VGH kritisch.

Unmittelbar nach dem Urteil wurde die Veränderungssperre für zunächst zwei Jahre beschlossen, um einen neuen Bebauungsplan auszuarbeiten und bis dahin nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Ein neuer Entwurf liegt noch nicht vor, auch weil über die Rechtmäßigkeit des inzwischen entstandenen, benachbarten Baugebiets an der Gilchinger Straße noch nicht in letzter Instanz entschieden ist. Das Veränderungsverbot kann nur einmal verlängert werden. (op)

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