Aus der Nachbarschaft

Baustellen-Slalom im Würmtal

Gauting -  Für den Rest des Jahres müssen Autofahrer auf dem Weg durchs Würmtal mit Umwegen rechnen und mehr Zeit einplanen. Seit Montagvormittag ist die Ortsdurchfahrt von Gauting in Richtung Süden eine Einbahnstraße.

 Der Weg nach Planegg führt durch Wohngebiete. Große gelbe Schilder schicken seit etwa 10 Uhr Autofahrer ortsauswärts über die Buchendorfer- und Frühlingsstraße. Aus Richtung München floss der Verkehr Richtung Zentrum vorgestern reibungslos – noch. Die Umleitungen gelten voraussichtlich bis Dezember. Am Vormittag herrschte die Ruhe vor dem Sturm: Am Rathausplatz rüsteten sich zwei Verkehrshelfer für ihren zweiten Einsatz: „Bei uns vor dem Tengelmann ist morgens immer viel los“, erzählt Lotsin Gerda Günzel. In diesen Tagen besonders viel. Wegen der Baustelle am Hauptplatz müssen die Helfer Schulkinder und Passanten nämlich über die Ampel am südlichen Hauptplatz umleiten.

„Heute Morgen war nicht mehr Stau als sonst“, erklärte der Verkehrshelfer. Ortskundige kommen mit der neuen Regelung schnell klar, andere nicht: Ein Autofahrer mit Augsburger Kennzeichen stand ratlos vor den Umleitungsschildern. „Ich bin gespannt, wie das laufen wird“, sagte Taxifahrerin Inge Tryzna. Grund für die einschneidende Änderung sind gleich zwei Baustellen. Der Würmtal-Zweckverband verlegt im ersten Abschnitt zwischen Hörmann-Platz und Julius-Haerlin-Straße neue Kanalrohre.

Bis Dezember will das Staatliche Bauamt in Weilheim dann eine neue Asphaltschicht auftragen – wohlgemerkt im ersten Bauabschnitt. Taxifahrerin Tryzna ist daher gespannt, wie das mit dem einspurigen Umleitungsverkehr Richtung München weitergehen wird. Denn in Gauting gibt’s derzeit nicht nur die Grill-Baustelle. Am Bahnhofplatz werden gerade das neue Kino und das Ärztehaus hochgezogen. Vor der Pippin-Unterführung steht deshalb eine Fußgänger-Ampel, die für Rückstaus sorgt. Doch damit nicht genug: Wegen neu zu verlegender Trinkwasserleitungen ist auch die Unterbrunner Straße am Schulcampus gesperrt. „Es wird gerade etwas viel gemacht“, räumt die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Silvia Wittmann ein, aber: „Alles läuft.

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