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Per Facebook können die Bürger bald im Katastrophenfall Infos abrufen.

Bei Katastrophe: Stadt warnt per Facebook

Wie kann die Stadt bei einer Katastrophe ihre Bürger warnen? Woher erhalten die Brucker beispielsweise im Fall eines Amoklaufs gesicherte Informationen? Mit diesen Fragen hat sich der Stadtrat beschäftigt. Deshalb bekommt Bruck nun auch eine Facebook-Seite.

Fürstenfeldbruck

Der Amoklauf in München 2016 hat gezeigt, wie schnell unklare Informationen zu Verwirrung und Angst in der Bevölkerung führen können. Auch in Bruck. Denn just an dem Tag des Anschlags fand in der Amperstadt das Altstadtfest statt. Nicht lange nach der schrecklichen Tat in München schwirrten allerlei Gerüchte durch die Menge. Die Unsicherheit war groß.

Die Verbreitung von Unwahrheiten sei das Schlimmste, was den Hilfsorganisationen im Ernstfall passieren könnte, sagte Andreas Lohde (CSU), Referent für Feuerwehr und Katastrophenschutz im zuständigen Ausschuss. Deshalb hat er den Antrag auf Verbesserung der Strukturen zur Information und Warnung der Bevölkerung in besonderen Lagen gestellt.

Ein erster Schritt für mehr Bürger-Sicherheit, dem nun auch der Stadtrat zustimmte: Bruck bekommt eine Seite auf Facebook und einen Account auf Twitter. Im Falle einer Katastrophe sollen dort gesicherte Infos an die Bürger herausgegeben werden. „Da haben alle mittlerweile auch generell einen gewissen Anspruch darauf, dass man diese Kanäle bedient“, sagte CSU-Fraktionschef Lohde.

„Die Stadt auf Facebook zu vertreten, halte ich für sehr wichtig, auch um dem vielen Unsinn, der im Internet herumgeistert, entgegenzuwirken“, fügte Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) an.

Facebook und Co. böten der Stadt laut Sabine Wildmann von der Öffentlichkeitsarbeit weitere Vorteile. Hier könne man den Dialog mit den Bürgern suchen, Mitteilungen veröffentlichen oder Veranstaltungen ankündigen und mit der Internet-Präsenz zum Image der Stadt beitragen. Die Betreuung der Seite erfordere aber personelle Ressourcen. Geißler schätzte den Bedarf auf eine halbe Stelle im Rathaus.

Zusätzlich zum Facebook-Auftritt will das Rathaus auch auf die Warnung durch Zivilschutz-Apps wie Katwarn oder Biwapp setzen. Das wird momentan geprüft. Die Apps könnte man sich aufs Handy laden und würde darüber beispielsweise auch bei Unwettern oder Problemen mit der Wasserversorgung informiert.

Zusätzlich soll ein Handlungskonzept erarbeitet werden, in dem festgelegt wird, wie die Stadt sich in Katastrophenfällen verhalten soll. Die Verwaltung checkt momentan, welche Szenarien überhaupt vorstellbar sind, ab wann ein Krisenstab einberufen werden soll, wer diesem angehört und welche Ämter betroffen sind.

Besonders wichtig ist auch, dass das Rathaus mit einem bisher noch nicht vorhandenem Notstromaggregat oder einen Stromspeicher ausgestattet werden soll. Denn momentan sähe es dort im Falle eines Stromausfalls zappenduster aus. (fd)

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