Konzentration ist das A und O beim Tang-Soo-do: Die Sportler zeigen unter anderem wie sie mit der richtigen Technik ein Brett durchschlagen können.

Ehrenamtliche und Sportler geehrt

Beim Neujahrsempfang kracht's gewaltig

Olching - Im vergangenen Jahr verwandeltete sich der Gretl-Bauer-Saal des KOM in ein Kino, heuer in eine Turnhalle – zumindest kurzfristig. Beim Neujahrsempfang der Stadt Olching ging es diemal besonders sportlich zu. Und es wurde deutlich lauter als sonst.

Der Lebensretter: John Anderson (l.) bekam von Bürgermeister Andreas Magg eine Medaille und eine Urkunde.

Hoch konzentriert steht Jannika Steiner vor den aufgebauten Stuhlreihen im Gretl-Bauer-Saal. Die rund 200 Gäste des Neujahrsempfang beobachten sie gespannt. Plötzlich holt das braunhaarige, eher zierlich wirkende Mädchen mit ihrem Arm aus. Ein dumpfer Ton, Holz splittert, das Brett ist durch. Nur mit der Handkante hat die Olchingerin es durchschlagen. Die Gäste applaudieren begeistert.

Jannika Steiner ist eine der drei Tang-Soo-do-Sportler, die von Bürgermeister Andreas Magg ausgezeichnet wurden. Um diese Form des asiatischen Kampfsports den Gästen näher zu bringen, zeigten sie im KOM, was sie können. Und das ist eine ganze Menge nach vier bis sechs Jahren Training. So zerschlugen sie nicht nur Bretter mit der Hand oder dem Fuß, sondern sie hantierten auch mit Messern und Stöcken. Dabei war vor allem eines wichtig: Konzentration.

Die mussten auch die Gäste bei der Rede von Bürgermeister Andreas Magg aufbringen. Denn er nahm sie mit auf eine Zeitreise durch die Olchinger Historie und erzählte so manche weniger bekannte Anekdote. So hat zum Beispiel der so genannte Bierkrieg zwischen Prinz Luitpold und den Wirten des Müncher Oktoberfestes in Olching seinen Anfang genommen.

Solche Geschichten sollten nicht in Vergessenheit verraten. „Ich habe mir für 2016 vorgenommen, die Geschichte unserer Stadt wieder mehr in den Fokus zu rücken“, kündigte Magg deshalb an. So möchte er den Versuch unternehmen, die städtische Chronik, die seit vielen Jahren vergriffen ist und mit dem Jahr 1994 endet, fortschreiben zu lassen. Gerade für eine Stadt, die ein solch rasantes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen habe, sei es unerlässlich für eine Bindung mit der neuen oder alten Heimat die Geschichte seines Wohnortes zu kennen. „Um zu verstehen, warum manches so ist, wie es eben ist.“

Diese Olchinger wurden geehrt

Für ihr Engagement zeichnete Bürgermeister Andreas Magg die Sprecher des Asylhelferkreises Karl Heinz Theis, Christina Tupac, Stefanie Keller, Melanie Muschik-Schuster und Georg Draude aus.

John Anderson wurde an einem Sonntagmorgen im August zum Lebensretter. Er zögerte keine Sekunde - und so rettete so eine ältere Frau vor dem Ertrinken im Olchinger See.

Für 40 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr Esting wird Franz Hartl ausgezeichnet. Thomas Müller, Jan Ressel und Anton Posch sind seit 25 Jahren bei der Feuerwehr Geiselbullach dabei.

Die Senioren liegen Berta Huber am Herzen. Sie wurde für ihren Einsatz für die BRK-Aktivsenioren geehrt. „Sie hat sich für Senioren engagiert wie keine andere in der Stadt“, sagte Sozialreferentin Gerlinde Zachmann in ihrer Laudatio.

Bei den Sportlern wurden Rachel de Heuvel (bayerische Golfmeisterin der Damen und aktuelle Meisterin beim Golfclub Olching), Tim Wunderer (Deutscher Juniormeister B im Speedway) sowie die Sportler des Elternkreis behinderter Kinder (EBK) ausgezeichnet. Carolin Anzinger holte bei den Special Olympics, Gold im Judo, Nadja Harnisch Bronze im Doppeltennis und Boccia. Michael und Thomas Wittmann gewannen Gold im Doppeltennis.

Bei der Europameisterschaft im Tang-Soo-Do, einer asiatischer Kampfkunst, haben Maximilian Stahl (Gold im Sparring) sowie Tim (Bronze im Sparring) und Jannika Steiner (Silber im Sparring) teilgenommen. Für diese Erfolge wurden sie nun ausgezeichnet. (ed)

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