In städtischen Einrichtungen

Betreuungsplätze für Kinder werden teurer

Puchheim - Eltern, die ihren Nachwuchs in städtischen Einrichtungen betreuen lassen, müssen ab Herbst tiefer in die Tasche greifen.

Die Gebühren in mehreren Kindergärten, Krippen und Horten werden um rund fünf Prozent erhöht. Das hat der Stadtrat jetzt mit großer Mehrheit beschlossen.

So müssen für eine fünfstündige Betreuung in den Kindergärten Regenbogen, Hotzenplotz und Grashüpfer statt bisher 82 ab kommendem September 88 Euro im Monat bezahlt werden. In den Kindergärten ZickZack und dem Kinderhaus Schatzinsel steigen die Gebühren ebenso wie im Kinderhaus am Fröbelweg, in der Montessori-Einrichtung und im Caritas-Kinderhaus Farbenspiel. Dort sind ebenso die Krippen betroffen. Auch in den Horten wird es für die Eltern um rund fünf Prozent teurer, ihren Nachwuchs betreuen zu lassen.

Nicht ausgeschlossen ist, dass es bei dieser Erhöhung nicht bleibt. Die letzte Gebührenanhebung für den Besuch der Kindereinrichtungen liegt mittlerweile fünf Jahre zurück. In dieser Zeit sind die Kosten der Stadt für die Kinderbetreuung erheblich in die Höhe gegangen. Allein die verpflichtend zu leistenden Zuschüsse sind in dieser Zeit um 65 Prozent gestiegen, von 1,7 auf 2,8 Millionen. Dazu kommen freiwillige Förderungen im Rahmen von Defizitvereinbarungen. Zudem werden immer mehr Kinderbetreuungsplätze bezuschusst, denn die Zahl der Plätze ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Seit 2011 sind 423 Kinderbetreuungsplätze dazugekommen.

Gleichzeitig sind die Personalkosten in den Kitas stark angestiegen: bis 2015 um über 30 Prozent. Auch ist die Zahl der in den Einrichtungen Beschäftigten angewachsen, da der Anstellungsschlüssel verändert wurde.

Knapp vier Millionen gibt die Stadt jährlich für ihre Kinderbetreuungseinrichtungen aus, hat der Finanzreferent im Stadtrat, Jean-Marie Leone (SPD), errechnet. Die fünfprozentige Mehreinnahme sei daher lediglich „ein Tropfen auf den heißen Stein“, betonte er. Um einen Aufschrei in der Elternschaft zu vermeiden, machte Wolfgang Wuschig (ubp) zudem klar, dass mit den Elternbeiträgen lediglich rund 20 Prozent der Kosten für die Einrichtungen gedeckt würden.  

sus

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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