Das neue Zeichen.

Aumühle FFB

Bibliothek schlägt neues Kapitel auf

Fürstenfeldbruck - Neuer Eingangsbereich, neues Ausleihsystem, neue Internetseite und neues Logo: Der Aumühle stehen in den nächsten Jahren einige Änderungen bevor. Die Stadtbibliothek macht das auch für ihre Kunden.

Modern bleiben und die Kundschaft halten – das wollen die Mitarbeiter der Aumühle mit ihrem neuen Konzept bezwecken. Deshalb bekommt die Bibliothek ein neues Logo. Ein solches Markenzeichen sei auch im Hinblick auf einen neuen Internet-Auftritt, der zurzeit erstellt wird, wünschenswert, sagte Leiterin Diana Rupprecht im Kultur- und Werkausschuss der Stadt. An die Debatte über das neue Stadtlogo fühlte sich dagegen Philipp Heimerl (SPD) erinnert, der gegen das 700 Euro teure Zeichen stimmte: „Ohne vorherige Not wollen wir uns hier ein neues Logo geben. Da legt irgendjemand etwas vor und wir sollen darüber entscheiden.“ Seine Kollegen fanden die Neuerung dagegen gerechtfertigt. Das alte Logo sei überholt, und das neue „schlicht, ästhetisch und preiswert“, sagte Klaus Quinten (BBV).

Das alte Logo.

Dass Umbau und der Einstieg in das so genannte RFID-System (Radio Frequency Identification) zusammen durchgezogen werden sollen, steht schon länger fest. Der Eingangsbereich der Aumühle hat schon einige Jahre auf dem Buckel und kann sowieso eine Renovierung vertragen. Mit dem Einstieg in die neue Technik, die im Zuge dieses Umbaus möglichst gut in das Gebäude integriert werden soll, beschäftigt man sich in der Stadtbücherei schon länger. Grundgedanke dahinter: Die Besucher können ihre Bücher und Medien, die sie mit nach Hause nehmen wollen, in Zukunft an Selbstverbuchungs-Terminals entleihen.

Die Rückgabe soll wegen der Qualitätskontrolle und des persönlichen Kontaktes in Zukunft bei den Aumühle-Mitarbeitern erfolgen, die durch die Technik für andere Arbeiten mehr Zeit haben (siehe Kasten). Ebenfalls gewünscht bei den Umbaumaßnahmen: Eine Klappe an der Außenfassade für eine Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten.

Schon 2015 hatte die Stadt für alle Maßnahmen 250 000 Euro eingeplant, nun stellte Bibliotheksleiterin Diana Rupprecht erste Kostenschätzungen vor. Diese liegen nur knapp über dem Haushaltsansatz: 254 000 Euro soll das Gesamtprojekt kosten, vom Freistaat könnten aber noch Zuschüsse in Höhe von etwa 50 000 Euro fließen. Eine „provokante Frage“ hatte Kulturreferent Klaus Wollenberg (FDP) zu dem Vorhaben, ohne es inhaltlich zu kritisieren, wie er sagte: „In Anbetracht der Haushaltslage: Könnten wir das Projekt ein Jahr zurückstellen?“ Davon hielt Bibliotheksreferent Jens Streifeneder (BBV) nichts.

Auch Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) fand die weitere Verzögerung nicht sinnvoll. Sie sagte: „Es hat über viele Jahre gedauert, bis es dieses Projekt überhaupt in den Haushalt geschafft hat.“ Deswegen wurde die Verwaltung dann letztendlich auch vom Ausschuss beauftragt, die Planung sowie die RFID-Technik auszuschreiben. Die Bauarbeiten beginnen 2017. (Fabian Dilger)

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