Leistungsstarkes Ensemble: Die Hattenhofer Blechbläser freuen sich auf die Fest-Matinee im Brucker Churfürstensaal. Foto: Heininger

Blechbläser: Bilder einer Ausstellung zum Jubiläum

Hattenhofen - Mit einem Festkonzert als Matinee im Brucker Churfürstensaal und einer Kunstausstellung feiern die Hattenhofer Blechbläser ihr 30-jähriges Bestehen.

Die Erfolgsgeschichte der Hattenhofer Blechbläser begann vor 30 Jahren mit der Hochzeitsfeier eines Gründungsmitglieds. Nach dem erfolgreich beschallten Fest beschlossen fünf Musiker - in der Mehrzahl aus Haspelmoor - zusammen zu bleiben und die klassische Blechbläsermusik weiter zu pflegen. Die Keimzelle waren Karli Lais und Michael Trauner an der Trompete, Dieter (Horn) und Wilhelm Then (Posaune) sowie Rasso Ostermeir (Tuba). Alle sind heute noch dabei.

Die Truppe spielt seitdem in wechselnden Besetzungen vom Quartett bis zum Tentett und manchmal auch in noch größeren Ensembles. Das Repertoire reicht von klassischer und kirchlicher Musik aus sechs Jahrhunderten bis zur bayerischen Volksmusik und Jazz. Damit umrahmt die Gruppe kirchliche und weltliche Anlässe hauptsächlich im Raum Fürstenfeldbruck und von München bis Augsburg.

1988 entdeckte Alfons Strähhuber, der Leiter des Kirchenchores Gernlinden, die Bläser. Seitdem hat er sie für viele Messen und festliche Anlässe regelmäßig eingeladen. Auch mit mehreren anderen Chören im Landkreis traten die Hattenhofer Blechbläser öfter auf. „Für neue Stücke, die uns gefallen haben, mussten wir immer wieder mal zusätzliche Musiker suchen“, erzählt Posaunist Wilhelm Then. „Die sind dann meistens bei uns hängen geblieben.“ So hat das Ensemble mittlerweile bis zu 18 Mitglieder.

Musikalische Höhepunkte waren die konzertanten Märchenspiele „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck und „Dornröschen“ von Tschaikowsky im Jexhof unter der musikalischen Leitung von Oskar Ostermeir. Die Leitung der kleineren Ensembles hat der Hornist Dieter Then übernommen. „Im Landkreis verewigt“ haben sich die Blechbläser laut Wilhelm Then durch die Neuaufnahme der Fanfare des Sängerkreises Fürstenfeldbruck. Komponiert wurde dieses Stück vermutlich 1955 und fünf Jahre später auf Tonband aufgenommen. Im Lauf der Jahre habe sich das Band - alljährlich als Einleitung zum Kreissingen abgespielt - schauerlich angehört, meint Then. Die Noten waren aber verschollen. So hat Hansjörg Profanter, erster Posaunist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, auf Bitte der Hattenhofer Blechbläser das Stück neu geschrieben. Die Musiker haben es im vorigen Jahr eingespielt und neu aufgenommen.

Zu ihrem 30. Geburtstag hat sich die Truppe jetzt ein besonderes Schmankerl ausgedacht. „Elf Jahre ist das Projekt gereift, bevor wir uns das zugetraut haben“, berichtet Wilhelm Then. Es geht um die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgskij, am 27. April als Matinee im Churfürstensaal in Fürstenfeld unter Leitung von Michael Werner. Quasi als Atempause für Musiker und Zuhörer liest Annemarie Strähhuber zwischendurch aus „Der Großinquisitor“ von Fjodor Dostojewski und im Gang stellt zudem die Künstlerin Ruth Strähhuber aus Stefansberg Bilder aus ihrer Kiewer Studentenzeit aus. Die Matinee ist bereits ausverkauft und aus dem Erlös gehen 950 Euro als Spende an den Caritasförderverband „Hand in Hand“.

Hattenhofen.

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