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Malven, Natternköpfe und Margeriten: Das alles blüht derzeit auf der Wiese in Eichenau. Brucker-Land-Vorsitzender Michael Dippold steht inmitten der Blüten und Gräser. Foto: Kiener

Blühwiesen: Damit die Bienen überleben

Landkreis - Heute summt und brummt es auf den Wiesen kaum noch. Die Solidargemeinschaft Brucker Land will das ändern - und schafft mit Blühflächen Lebensraum für Biene, Käfer & Co.

Insgesamt drei Blühwiesen hat die Brucker-Land-Gemeinschaft vor drei Jahren in Emmering, Eichenau und Gernlinden angesät. Und es gibt Nachahmer. Vor kurzem hat der Emmeringer Landwirt Johann Kraut einen 2000 Quadratmeter großen Acker in der Unteren Au in eine Blühfläche verwandelt. Er verwendet die Veitshöchheimer Mischung, mit Malven, Sonnenblumen, Wiesenkümmel, Margeriten und vielen weiteren Sorten. „Das ergibt ein schönes Bild und ist gut für die Natur - ich unterstütze das Brucker-Land-Projekt gerne“, sagt Johann Kraut.

Manch einer, der an einer Brucker-Land-Blühfläche vorbei radelt, mag denken: „Was ist das denn für ein vogelwuides Durcheinander?“ Doch spätestens wenn er vor dem Schild der Solidargemeinschaft anhält, wird er eines besseren belehrt. Denn darauf ist zu lesen, dass es sich bei diesem vermeintlichen Unkrautacker um ein Arterhaltungsprojekt handelt. Die Fläche dient unter anderem dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen für Bienen und Hummeln. Zudem bietet dieser Lebensraum auf ganz natürliche Art Futterquellen und Rückzugsmöglichkeiten für andere Insekten und kleinere Wildtiere. Vor allem die Bienen sind wichtig für das Ökosystem und die Artenvielfalt. Denn sie liefern nicht nur den Honig für die Frühstückssemmel, sondern sie bestäuben auch die Blüten. Deshalb zählen sie weltweit zu den wichtigsten Nutztieren.

Bei den Blühwiesen geht es letztendlich darum, eine lebenswerte und gleichwohl wertvolle Kulturlandschaft zu erhalten, die sich aber weitgehend selbst überlassen bleibt. Sprich: Der Mensch greift möglichst wenig ein, das Ökosystem regelt sich selbst. Ausgedehnter Ackerbau mit wenig und kurzer Blütezeit und Monokulturen haben dazu geführt, dass der natürliche Leben- und Rückzugsraum für Bienen, andere Insekten und Wildtiere kleiner geworden ist - und es auch immer noch wird. Der Einsatz von Pestiziden und genveränderten Pflanzen tut sein übriges, laut einem Bericht auf der Homepage von Brucker Land. Deshalb ist es nötig, solche Rückzugsorte und Futterquellen für die Tiere wieder zu schaffen.

„Ein Stück Heimatpflege im Sinne der Artenvielfalt kann eigentlich jeder im eigenen Garten leisten“, sagt Michael Dippold, Vorsitzender der Solidargemeinschaft Brucker Land. Auch ein Privathaushalt könne mit Blumenbeeten oder Pflanzen auf dem Balkon dazu beitragen, die Lebensgrundlagen für Bienen und Insekten zu verbessern. Viele Gartenbesitzer gehen seiner Meinung nach schon mit gutem Beispiel voran. Allerdings ließen sich auch viele von Hochglanzprospekten zu unnatürlichen Gartengestaltungen verleiten. Deshalb rät Dippold: „Laien sollten sich in einer Gärtnerei beraten lassen und heimischen Pflanzen den Vorzug geben.“

Zum Erlebnistag rund um Boden und Bienen lädt die Solidargemeinschaft Brucker Land am Samstag,13. Juli, in das Bauernhofmuseum Jexhof nach Schöngeising ein. Von 13 bis 17 Uhr werden Fragen zum Bodenleben der Regenwürmer, zu Sonnenäckern, oder zur Kartoffelvielfalt auf dem Jexhof-Acker beantwortet. Und natürlich ist man an diesem Tag auch dem emsigen Treiben der Bienen auf der Spur

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