Bocklet: Verhalten der Flieger wird man sich merken

Fürstenfeldbruck - Der Einsatz der CSU-Verkehrskommission für einen Landeplatz der allgemeinen Luftfahrt in Fursty oder Oberpfaffenhofen wird laut Reinhold Bocklet keine Folgen haben.

Wie der Landtagsvizepräsident (ebenfalls CSU) am Freitag betonte, sei die Kommission ein Beratungs- und kein Entscheidungsgremium der Partei. Die Verzögerungstaktik der Flieger bezeichnete Bocklet als „ärgerlich“.

Der Stimmkreisabgeordnete verweist erneut darauf, dass der Landtag die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms in Bezug auf die künftige Nutzung der Landeplätze Oberpfaffenhofen und Fursty mit großer Mehrheit gebilligt habe. „Es besteht keine Veranlassung, diese seit dem 1. Januar 2010 geltende Neuregelung in Frage zu stellen“. Alle Spekulationen über eine erneute Änderung des Entwicklungsprogramms seien „haltlos und irreführend“.

Die Ankündigung der Flieger, im Ringen um die Nachnutzung des früheren Militärgeländes alle denkbaren juristischen Schritte unternehmen zu wollen, bezeichnete Bocklet als pure Verzögerungstaktik. Das Verhalten erinnere ihn an das „eines kleinen Kindes, das zornig auf den Boden stampft“. Dass die Flieger die Möglichkeiten des Rechtsstaates ausnutzen wollen, sei ihnen nicht vorzuwerfen. „Aber es ist ärgerlich, dass sie ihre Chancenlosigkeit nicht anerkennen.“

Mit ihren Klagen schwächten die Flieger ihre Chance, woanders als in Fursty einen Platz für die allgemeine Luftfahrt schaffen zu können. „Denn am Ende brauchen auch die Flieger wieder die Geneigtheit des Staates.“ Wie sich die Flieger jetzt verhalten, „das wird man sich sicher merken“, sagte Bocklet. Außerdem ist er überzeugt: Die angekündigten Klagen „werden ein teurer Spaß“. (st)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

2000 Euro Strafe nach Facebook-Beleidigung
Erneut verhandelte das Fürstenfeldbrucker Amtsgericht  am Donnerstag über Beleidigungen im Sozialen Netzwerk Facebook im Zusammenhang mit der AfD. 
2000 Euro Strafe nach Facebook-Beleidigung
Eineinhalb Jahre Sperre nach Attacke auf Schiri
Mehr als eineinhalb Jahre darf Ferik B. nicht mehr Fußballspielen, weil er einen Schiedsrichter geschlagen hat.
Eineinhalb Jahre Sperre nach Attacke auf Schiri
Stadt Fürstenfeldbruck lehnt Änderung von Straßennamen ab
Nach mehrjähriger Debatte hat der Stadtrat eine Änderung von Straßennamen, die durch die NS-Zeit belastet sind, pauschal abgelehnt. Er wird sich mit dem Thema aber …
Stadt Fürstenfeldbruck lehnt Änderung von Straßennamen ab
Die Politik im Landkreis Fürstenfeldbruck
Wer hat im Landkreis Fürstenfeldbruck eigentlich das Sagen? Welche politischen Organe gibt es? So funktioniert die Politik im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Die Politik im Landkreis Fürstenfeldbruck

Kommentare