Völlig ausgebrannt: Die Lagerhalle nahe Moorenweis ist einsturzgefährdet. In ihrem Inneren brennt immernoch ein Haufen Stroh. archivfoto: weber

Wegen Glutnester

Brand in Halle: Feuerwehr muss weiter löschen

Moorenweis – Vor mehr als einer Woche ist eine Lagerhalle nahe Moorenweis komplett ausgebrannt. Doch wer glaubt, die Löscharbeiten seien längst abgeschlossen, hat weit gefehlt. Wie Christoph Gasteiger, Kommandant der örtlichen Feuerwehr auf Nachfrage bestätigt, sind er und seine Kameraden immernoch täglich im Einsatz.

Der Grund: Ein etwa sechs Meter hoher Strohhaufen glimmt im Inneren weiter vor sich hin. Immer wieder fangen Glutnester stärker an, zu brennen und rauchen. „Das verunsichert natürlich Autofahrer oder Fußgänger, die an der Halle vorbeikommen“, sagt Gasteiger. Es kommt wiederholt vor, dass sich besorgte Bürger unter der 112 in der Integrierten Leitstelle (ILS) in Fürstenfeldbruck melden. Diese gibt die Alarmierungen weiter. „Mittlerweile wissen die Kollegen in der ILS schon Bescheid, die melden sich dann bei mir“, erzählt der Moorenweiser.

Und dann geht immer dasselbe Spiel los: Gasteiger und seine Kameraden machen sich auf zum Feuerwehrhaus und fahren raus zu der Halle, die in der Nähe der Agip-Tankstelle an der Türkenfelder Straße steht. „Der Strohhaufen ist im Inneren des komplett ausgebrannten Gebäudes“, erklärt der Feuerwehr-Kommandant. Weil die Halle einsturzgefährdet ist, können die Floriansjünger nicht aus der Nähe löschen. Sie müssen außerhalb der Betonwände stehen bleiben und von dort aus Wasser ins Innere spritzen. „Normalerweise müsste man den Haufen wegräumen“, erklärt Gasteiger. Doch momentan ist das aus versicherungstechnischen Gründen noch nicht möglich. Wenn die Versicherung das Haus zum Abriss freigegeben hat, kann auch der Haufen rausgebracht werden. „Dann kommt ein Bagger, wir verfrachten das Stroh in Container und löschen es dort“, so der Kommandant.  vu

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